Schallemissionsprüfung an Druckbehältern
Nachhaltige Sicherheit von Druckbehältern durch zerstörungsfreie Prüfverfahren

Von Benedikt Lorsbach, TÜV Hessen 4 min Lesedauer

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Die regelmäßige Überprüfung von Druckbehältern ist essenziell, um Risiken wie Materialermüdung, Rissbildung oder Leckagen frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu verhindern. Die Schallemissionsprüfung (SEP) ist ein fortschrittliches zerstörungsfreies Verfahren, das Schäden bereits im Anfangsstadium detektiert.

Die Schallemissionsprüfung (im Bild ein entsprechender Sensor) ermöglicht nicht nur eine präzise Bewertung des Materialzustands, sondern spart gleichzeitig Zeit und Ressourcen. Unterstützung bietet dabei die Durchführung der Prüfung von einem zugelassenen Prüfbetrieb. (Bild:  Matthias Voigt / TÜV Hessen)
Die Schallemissionsprüfung (im Bild ein entsprechender Sensor) ermöglicht nicht nur eine präzise Bewertung des Materialzustands, sondern spart gleichzeitig Zeit und Ressourcen. Unterstützung bietet dabei die Durchführung der Prüfung von einem zugelassenen Prüfbetrieb.
(Bild: Matthias Voigt / TÜV Hessen)

Betreiber von Druckgeräten unterliegen strengen gesetzlichen Regelungen, die auf den Schutz von Menschen und Umwelt abzielen. Das „Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen“ schreibt regelmäßige Prüfungen vor, während die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sicherstellt, dass Arbeitsmittel und Anlagen sicher betrieben werden. Diese Vorschriften zielen darauf ab, Unfälle wie Lecks, Explosionen oder das Zerknallen von Behältern zu verhindern.

Traditionell kommen zerstörungsfreie Prüfmethoden wie Sichtprüfungen, Ultraschall-, Röntgen- oder Drucktests zum Einsatz. Diese Verfahren sind etabliert und effektiv, haben jedoch Einschränkungen in Bezug auf die frühzeitige Erkennung von Materialermüdung und kleinsten Rissen. Die Schallemissionsprüfung ergänzt diese Methoden, indem sie eine hochsensible Detektion von Schäden ermöglicht, bevor diese eine kritische Größe erreichen.