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Strategie 4.0

Raus aus der Commodity-Falle

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Ventilknoten als Basis für die digitale Zukunft

„Sensorik und Aktorik werden verschmelzen“, prophezeit der neue Entwicklungschef Dr. Thomas Steckenreiter. Der promovierte Chemiker kommt von Bayer und sein neuer Job es ist, die von Widl skizzierten digitalen Geschäftsmodelle zur Marktreife zu bringen. Basis dafür soll in naher Zukunft der intelligente Prozessknoten sein. Welche Idee sich hinter dem Begriff verbirgt, ist schnell erklärt, aber kompliziert zu entwickeln. Es geht dabei um ein modular aufgebautes Ventil, das eine Einheit aus Sensor und Aktor bildet und über Funktionen des Prozessleitsystems verfügt. Dockt man eine Pumpe, einen Durchflussmesser oder andere Peripheriegeräte an, kann man über den Ventilknoten die Daten abgreifen und verarbeiten.

Mehrere Ventilknoten in einer Anlage könnten dann eine Art Schwarmintelligenz entwickeln und irgendwann ein klassisches Prozessleitsystem überflüssig machen. Soweit, die von Steckenreiter skizzierte die Theorie. Ganz praktisch gibt es jetzt erst einmal eine IoT-Plattform, die unter dem sprechenden Namen Sam Digital Hub vermarktet wird. Das Kürzel Sam steht für Samson Asset Management und gemanaged werden Feldgerätedaten, die gesammelt und für weitere Analysen aufbereitet werden. Chief Digital Officer Peter Knapp hebt vor allem die Möglichkeit hervor, Apps aufzuspielen, die den Prozess visualisieren und über zusätzliche Algorithmen könne man prädiktive Wartungsmaßnahmen durchführen.

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Neues Entwicklungszentrum für Ventile

Ein wichtiger Baustein in der Digitalisierungsstrategie und ein Meilenstein zugleich ist das im Dezember eröffnete Rolf Sandvoss Innovation Center. Zwei Jahre dauerte der Bau. Jetzt steht am östlichen Rand des Werksgeländes ein Entwicklungsprüfzentrum für Ventile, das über alle Einrichtungen verfügt, die nötig sind, um Ventile auf Herz und Nieren zu testen. Auf einer Gesamtfläche von über 7000 m2 können die 30 Entwickler Prototypen bauen und Simulationen durchführen – insgesamt gibt es mehr als 200 Prüfeinrichtungen.

Zusätzlich zu den klassischen Forschungsbereichen, wie Werkstofftechnologie, Strömungstechnik, Kryotechnologie, Akustik, Regelungstechnik, Gerätesicherheit und Systemintegration, werden im Innovation Center auch Themen wie Datenanalytik und Cloud-Technologie bearbeitet. Der Fokus des Innovation Centers liegt auf der digitalen Transformation der Produkte. .

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