Druckluft–Leckagen vermeiden
Quadratisch, praktisch, energieeffizient: Druckluft–Leckagen haben bei der Schokoladenproduktion keinen Platz

Von Ulrike Böhm, Marina Griesinger* 6 min Lesedauer

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Kampf der Leckage: Dank Druckluft-Expertise spart ein Schokoladenriese 200 bis 250 Tonnen CO2 pro Jahr – Die Firma Alfred Ritter, mit ihrer bekanntesten Marke Ritter Sport, arbeitet konsequent an der Reduktion des Energieverbrauchs: Ein Baustein des Energiekonzepts ist der Energieträger Druckluft. Gemeinsam mit dem süddeutschen Druckluft- und Pneumatikspezialisten Mader hat das Waldenbucher Unternehmen Druckluft-Leckagen den Kampf angesagt. Durch regelmäßige Leckageortungen und -beseitigungen konnte die Leckageluft innerhalb von zwei Jahren halbiert werden.

Im Speicher wird die Schokolade gepuffert und der Verpackungsmaschine gezielt zugeleitet. Druckluft wird auch hier für die Steuerung der Anlage eingesetzt. (Bild:  Alfred Ritter)
Im Speicher wird die Schokolade gepuffert und der Verpackungsmaschine gezielt zugeleitet. Druckluft wird auch hier für die Steuerung der Anlage eingesetzt.
(Bild: Alfred Ritter)

Energie – das ist Benjamin Flaigs Thema. Seit 2018 leitet der Gebäudemanager das „Energieteam“ bei Ritter Sport. In seiner Funktion ist er dafür verantwortlich, die energetische Performance im Werk zu verbessern und so für die konsequente Reduktion des Verbrauchs zu sorgen. Konkret heißt das bei Ritter Sport: mindestens 1,5 Prozent weniger Energieaufwand pro produzierter Tonne Schokolade – jedes Jahr aufs Neue! Ein anspruchsvolles Ziel, das bisher nach eigener Aussage fast jedes Jahr erreicht wurde. „Und das bei dreieinhalb Millionen Tafeln Schokolade, die hier jeden Tag vom Band laufen“, wie Flaig erklärt.

2020 erreichte das Unternehmen das Ziel der „Klimaneutralität“: Eingeschlagen hatte der Waldenbucher Schokoladenhersteller diesen Weg bereits vor 20 Jahren. „Von der Bohne über den Wertschöpfungsprozess bis zur Lieferung ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt bei Ritter Sport“, sagt Benjamin Flaig. Entsprechend vielfältig sind die Maßnahmen, die dazu ergriffen werden: Rund 70 Prozent des eigenen Wärme- und 40 Prozent des Strombedarfs am Standort Waldenbuch deckt das Unternehmen über ein firmen­eigenes Blockheizkraftwerk und Photovoltaik ab, der Rest wird mit „grünem Strom“ aus erneuerbaren Energien ergänzt.