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Dazu gehören Hochdruckpumpen für den Kühlkreislauf oder Dosierpumpen für die Zufuhr der Kalkmilch zur Wasserenthärtung. All diese Systeme müssen eine ganze Reihe von Anforderungen erfüllen. Dazu gehören eine hohe Zuverlässigkeit auch bei extremen Betriebsbedingungen, die Kommunikationsfähigkeit mit übergeordneten Systemen und Regelarmaturen, modernste Werkstoffe und intelligente Diagnosesysteme, die einem Verschleiß früh genug auf die Spur kommen.
Hersteller lenken Augenmerk auf kleine Pumpen
Bisher konzentrierte sich das Interesse vieler Hersteller auf große Pumpen. Doch gerade der Betrieb kleiner Aggregate unter 40 kW fällt angesichts der Vielzahl ins Gewicht.
Millionen kleiner Pumpen verrichten beispielsweise in Privathaushalten oder Bürogebäuden ihren Dienst. Mit dem Trend zu modernen Brennwertkesseln stellt sich Pumpenherstellern eine neue Aufgabe: Für die Entsorgung des sauren Kondensats sind herkömmliche Pumpen nicht geeignet.
Grundfos hat daher einen säurebeständigen Sammelbehälter entwickelt, der das Kondensat unterhalb der Rückstauebene auffängt und über Hebeanlagen entsorgt.
Innovationspotenzial wird durch Krise freigesetzt
Auch der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo sieht in Privathaushalten einen viel versprechenden Markt. Er präsentierte Anfang des Jahres die weltweit erste Heizkörperpumpe mit dem Namen Geniax – ein Aggregat, nicht viel größer als ein Thermostat, das direkt am Radiator installiert wird.
Die herkömmliche Angebotsheizung mit einer zentralen Heizungspumpe wird damit durch eine Bedarfsheizung abgelöst: Gepumpt wird nur, wenn Wärme benötigt wird. Eine zentrale Steuerungseinheit hält das Heizungssystem im hydraulischen Optimum, macht es präziser und schneller und spart bis zu 20 Prozent Energie, meldet Wilo.
Pumpenbauer reagieren gelassen auf die Krise
Die Vielzahl der Innovationen bremst den Absturz in der Wirtschaftskrise. Entsprechend gelassen reagieren die Unternehmen auf Fragen dazu. Die Krise führt zur Beschleunigung von Neuentwicklungen für Marktnischen, betont Edur-Geschäftsführer Holdhof. Gerade in schwierigen Zeiten sind Innovationen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, sagt auch Pauly von KSB.
„Natürlich sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger geworden.“ Das gelte vor allem für das Geschäft mit Standardprodukten. Abwarten aber sei der falsche Weg, so Pauly. „Deshalb investieren wir auch weiterhin in Forschung und Entwicklung.“
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