Produktion von Zelltherapeutika Präzision im großen Maßstab – Wie Robotik die Zelltherapie verändert
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Zelltherapien sind maßgeschneiderte Medizin – und bislang ein mühsamer Handwerksprozess. Robotik hilft aus der Laborarbeit einen skalierbaren, präzisen Produktionsablauf zu machen.
Die Herstellung lebensrettender Zell- und Gentherapien ist bislang ein aufwendiger, weitgehend manueller Prozess – beinahe eine Manufakturarbeit. Hunderte präziser Handgriffe, vom Pipettieren bis zur Zellkultivierung, sind notwendig, um eine einzige Charge herzustellen. Diese hohe Komplexität treibt die Produktionskosten in die Höhe und schränkt den Zugang für Patienten erheblich ein. Das US-amerikanische Unternehmen Multiply Labs aus San Francisco, gegründet von Absolventinnen und Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) rund um CEO Fred Parietti, möchte das ändern: Mit dem Einsatz kollaborierender Roboter – sogenannter Cobots – will das Team die Herstellung dieser komplexen Therapien automatisieren und damit grundlegend transformieren.
Engpässe bei der Herstellung personalisierter Zelltherapien
Zelltherapien – etwa zur Behandlung von Blutkrebsarten wie Leukämie – gelten als Paradebeispiel personalisierter Medizin. Da das Ausgangsmaterial aus patienteneigenen Zellen besteht, ist eine Großserienfertigung unmöglich: Jede Dosis ist ein Unikat. Die Herstellung ist zugleich hochriskant – schon eine mikrobielle Kontamination macht die gesamte Charge unbrauchbar. Angesichts von Dosenpreisen von bis zu zwei Millionen US-Dollar führt das zu enormen Kosten und Engpässen.
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