Verpackungswerkstoff Polypropylen-Verpackungskunststoffe für die Lebensmittelindustrie
Frankfurt a.M. - Für die Produktgruppen der Adstif-, Higran- und Moplen-Werkstoffe hat Basell drei neue Polypropylen-Typen entwickelt. Sie sollen als Ersatz für herkömmliche Verpackungsmaterialien wie PET und Glas dienen.
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Verpackungsmaterialien müssen hohen Anforderungen in puncto Barriereeigenschaften, äußere Erscheinung, geringen Einfluss auf Geruch und Geschmack der Lebensmittel sowie an ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Steifigkeit und Schlagzähigkeit erfüllen. Die neuen Polypropylen-Typen sollen eine Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialen wie PET und Glas sein.
Verbesserte Produktivität von Mehrschicht-Folien
Der Adstif HA740J ist für Hersteller tiefziehbarer Mehrschicht-Barriereverpackungen gedacht. Das polymerisierte, hochkristalline Polypropylen ist in der Folienextrusion und im Thermoform-Prozess zu verarbeiten. Es ist transparent und steif, ohne dabei an Schlagzähigkeit einzubüßen. Nach Angaben der Herstellers haben Kundenversuche gezeigt, dass bei thermogeformten Verpackungen die Wanddickenverteilung gleichmäßiger ist. Zudem ist der Kunststoff nach der Sterilisation, Heißabfüllung oder Mikrowellenanwendung auch bei dünneren Wanddicken formstabil.
PP-Schaum für Lebensmittelverpackungen
Higran RS1684 ist durch eine hohe Schmelzezähigkeit gekennzeichnet und soll die Eigenschaften von thermogeformten und geschäumten Lebensmittelschalen niedriger und mittlerer Dichte verbessern. Geschäumte Lebensmittelverpackungen setzen Endkunden u.a. für frische Lebensmittel wie Früchte, Fleisch und Gemüse ein.
In Bezug auf den Kontakt mit Lebensmitteln hat dieser Polypropylen-Typ die gleichen Vorteile wie Polyolefine: So lassen sich Lebensmittel auf der gleichen Produktionslinie verpacken auf der auch die Schalen geformt werden. Das reduziert das Risiko, dass Verpackungen beim Transport von einer Produktionslinie auf die andere verschmutzt werden. Da sich Higran RS1684 gut auf bestehenden Polystyrol- und Polyethylenanlagen verarbeiten lässt, ist das Material eine nahe liegende Alternative zur Herstellung von chemisch aufgeschäumten Schalen, mit einer Dichte von bis zu 0,60 g/cm3.
Weitere Vorteile geschäumten Polypropylens:
keinerlei Klebeschicht nötig;
weniger spröde als andere geschäumten Materialien und
resistent gegenüber Öl und Fett.
Im Gegensatz zu Polystyrol ist dieses Polypropylen während der Heißabfüllung formstabil und es eignet sich für die Mikrowelle. Ebenso kann der Werkstoff im Form-Fill-Seal-Verpackungsprozess und in der Blasfolien-Extrusion verarbeitet werden.
Aus dem Kühlschrank in die Mikrowelle
Moplen EP310K ist ein Copolymer mittlerer Schmelzeviskosität. Mit ihm lassen sich Gießfolien, so genannte Cast Film, herstellen. Typische Anwendungen für Gießfolie sind sterilisierbare Standbodenbeutel, Folien für den Langzeitgebrauch mit besonders niedrigem Weißbruch sowie Folien im Einsatz als Möbelbeschichtung.
Der Typ enthält kein Gleit- und Antiblockmittel und ist daher besonders für Anwendungen im Lebensmittelkontakt geeignet. Die wesentliche Eigenschaft liegt im ausgewogenen Verhältnis von Schlagzähigkeit, Steifigkeit, guter Verarbeitbarkeit, Transparenz bei niedriger Stippenzahl. Aufgrund der guten Steifigkeit der sowie der Schlagzähigkeit bei Gefriertemperaturen einerseits und die hohe Hitzebeständigkeit über einen weiten Temperaturbereich andererseits ist dieses Polypropylen für Lebensmittelverpackungen, die direkt aus dem Kühlschrank in der Mikrowelle verwendet werden, geeignet. Dazu verlängert die gute Verschweißbarkeit an den Siegelnähten die Haltbarkeit der verpackten Lebensmittel.
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