Energiesparende Schlammtrocknung Phosphorrückgewinnung: Warum es ohne Klärschlammtrocknung nicht geht
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Immer mehr Länderregierungen geben klare Vorgaben zur Trocknung oder Verbrennung von Klärschlamm ab. Die thermische Verwertung soll die Ausbringung von Klärschlamm ablösen. Somit rückt auch die dezentrale Behandlung von Klärschlamm immer mehr in den Fokus. Individuelle Lösungen zur autarken Trocknung bringen den Kommunen mehr Unabhängigkeit. Kosten für Lagerung und Transport können so deutlich reduziert werden.
Phosphor ist ein wichtiges Element in der Landwirtschaft und wesentlicher Düngerbestandteil. Doch die natürlichen Phosphorreserven sind endlich und alternative Quellen gibt es nicht. Kommunale Abwässer sind deshalb eine bedeutende Quelle für Phosphor und haben nach Angaben des Cordis-Programmes der EU das Potenzial, etwa 20 Prozent der Nachfrage zu decken.Deshalb gibt es in vielen Länder mittlerweile Vorgaben, Klärschlamm zur Rückgewinnung von Phosphor aufzubereiten.
So sieht z.B. in Österreich der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 unter anderem vor, bis 2030 bis zu 85 Prozent des Klärschlamms einer Phosphorrückgewinnung zuzuführen. Für die Herstellung von beispielsweise phosphorhaltigem Dünger aus Klärschlammaschen ist eine Monoverbrennung bzw. Trocknung Voraussetzung. Mit diesem Gesamtplan soll zum einen vermieden werden, dass Mikroplastik und Schwermetall weiterhin in den Boden gelangen. Zum anderen kann der Phosphor als wertvoller Dünger verwendet werden. „Wir haben uns diesem Thema frühzeitig gestellt und haben heute eine energiesparende Kondensationstrocknung samt ausgeklügelter Fördertechnik erfolgreich im Dauerbetrieb“, berichtet Johann Seiwald, Geschäftsführer beim Abwasserverband Großache Nord in Tirol.
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