Pyrolyse-Anlage Chemisches Recycling: OMV startet Betrieb von Reoil-Anlage

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Mit dem Ausbau einer Recyclinganlage in Schwechat nimmt OMV einen weiteren Schritt zur Rückführung schwer recycelbarer Kunststoffabfälle in die Wertschöpfungskette. Die Technologie ermöglicht die Umwandlung von Kunststoffmüll in Pyrolyseöl und soll langfristig zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen.

Reoil wandelt gemischte Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl um.(Bild:  OMV)
Reoil wandelt gemischte Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl um.
(Bild: OMV)

Der österreichische Energiekonzern OMV hat mit der nächsten Ausbaustufe seiner firmeneigenen Reoil-Technologie in der Raffinerie Schwechat bei Wien begonnen. Die neue Anlage kann jährlich bis zu 16.000 Tonnen schwer recycelbare gemischte Kunststoffabfälle verarbeiten – das entspricht der jährlichen Kunststoffabfallmenge von 160.000 österreichischen Haushalten.

Reoil wurde erstmals 2009 entwickelt und positionierte OMV als einen globalen Pionier im chemischen Recycling. Mit der Technologie können Kunststoffabfälle wieder in die Wertschöpfungskette integriert werden, anstatt sie durch Verbrennung oder Deponierung zu entsorgen. Reoil erreicht dies durch die Umwandlung von gemischten Kunststoffabfällen in Pyrolyseöl, das als Rohstoff für die Herstellung von Basischemikalien dient. Diese Chemikalien werden anschließend zu zahlreichen Alltagsanwendungen weiterverarbeitet, darunter Lebensmittelverpackungen, Gesundheitsprodukte und Komponenten für Elektrofahrzeuge. Laut OMV kann mit dem Verfahren im Jahr 2030 eine Reduzierung von 34 % der CO2-Emissionen erreicht werden, wenn gemischte Kunststoffabfälle aus dem Endverbrauch in der Reoil-Anlage chemisch recycelt anstatt verbrannt werden.

Die erste Pilotanlage in der OMV Raffinerie Schwechat ist seit 2018 in Betrieb und hat bisher nahezu 30.000 Crackstunden erreicht. In dieser Pilotphase wurden mehr als 2,1 Millionen Kilogramm Kunststoffabfälle nachhaltig verarbeitet. Der erfolgreiche Betrieb dieser Pilotanlage führte zur Entscheidung, eine größere, hochskalierte Anlage zu errichten, die OMV nun fertiggestellt und in Betrieb genommen hat.

Im nächsten Schritt entwickelt das Unternehmen eine erste großtechnische Industrieanlage für chemisches Recycling. Die endgültige Investitionsentscheidung für diese Anlage unterliegt internen Genehmigungen. Am 12. März 2025 erhielt OMV eine Zusage von bis zu 81,6 Millionen Euro an EU-Fördermitteln für die großtechnische, industrielle Reoil-Anlage – die größte öffentliche Förderung, die der Konzern jemals erhalten hat.

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