Dosierpumpen Ohne Strom weniger Emission: Stromlose Dosierpumpen punkten im Food-Bereich

Quelle: Jens Voigt, LDT 3 min Lesedauer

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Klimaschädliche Emissionen haben einen Hauptverdächtigen: Die Energiewirtschaft. Wer keinen Strom braucht, hat da die Nase vorn. Stromlose Dosierpumpen, die sich bereits in der Tierwirtschaft bewährt haben, machen sich jetzt auf, die Lebens- und Nahrungsmittelindustrie zu überzeugen – und verringern dort den Emissions-Ausstoß.

Applikationen für den Dosatron D3TR(Bild:  Dosatron)
Applikationen für den Dosatron D3TR
(Bild: Dosatron)

Die geschätzte globale CO2-Emission für 2023 betrug nach der in Dubai veröffentlichten Bilanz des Global Carbon Project (GCP) 36,8 Gigatonnen. Eine Studie der Global Alliance for the Future of Food ergab dabei allein für die Lebensmittelproduktion einen CO2-Ausstoß von 4,6 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten, dazu zählen die Herstellung, der Transport und die Lagerung von Lebens- und Nahrungsmitteln. Das entspricht den Emissionen aller EU-Länder und Russland zusammen.

Die Lebens- und Nahrungsmittelindustrie steht vor der Herausforderung, die Energiewende einzuleiten, die Energiebilanz zu verbessern und so weit wie möglich unabhängig zu werden von fossilen Brennstoffen. Die schnellste und sicherste Energieeinsparung entsteht durch Energie, die nicht verbraucht wird. Der stromlos arbeitende Proportionaldosierer von Dosatron kann hier ein einfacher und doch wichtiger Baustein in verschiedenen Reinigungsprozessen in der Lebensmittelindustrie sein. Eingebaut in eine prozesswasserführende Leitung wird der Dosierer lediglich durch das durchfließende Wasser angetrieben und benötigt keinen elektrischen Strom, was zu einem reduzierten CO2-Footprint der Anlage beiträgt.

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Effizient dosieren auch ohne Strom

Abhängig von der Wassermenge wird proportional zur manuell eingestellten Dosierrate ein Konzentrat dem Wasser zugeführt und durch die Verwirbelung in der Leitung in eine homogene Gebrauchslösung umgewandelt. Konstruktionsbedingt ist diese Dosierpumpe unempfindlich gegen Druck- und Leistungsschwankungen in der Rohrleitung, sowie gegen Temperatur- oder Viskositätsänderungen. Damit besitzt das Gerät eine hohe Effizienz. Durch die einfache Betriebsweise, Installation und Wartung des Dosierers, reduzieren sich der zeitliche Aufwand und die laufenden Betriebskosten auf ein Minimum im Vergleich zu elektrisch angetriebenen Dosierpumpen. Fehlbedienungen sind zudem ausgeschlossen.

Das neueste Modell ist ein Hochtemperaturdosierer vom Typ D3TR, der für Wassertemperaturen bis 70 °C eingesetzt werden kann. Eine nachträgliche, für den Prozess notwendige, Aufheizung der fertigen Dosierlösung ist somit ggf. nicht mehr notwendig. Sind bereits Wärmepumpen oder andere Systeme für erneuerbare Energie installiert, kann die abgeführte Prozesswärme für die Dosierung verwendet werden, was zusätzlich die Effizienz der Anlage steigert.

Perfekt für Anwendungen im Food-Bereich

Anwendungen finden sich in Reinigungs- und Desinfektionssystemen, z.B. in Kistenwaschanlagen oder flexibel montiert auf mobilen Trolleys und stationären Dosieranlagen. Durch die verwendeten Werkstoffe aus PVDF für das Gehäuse und Innenteilen aus PTFE/Graphite-Compounds können nahezu alle Säuren und Laugen dosiert werden, wie sie u.a. auch in CIP-Anlagen Verwendung finden.

Das Modell D3TR ist mit folgenden Dosierraten verfügbar: 0,03 - 0,3 Prozent, 0,5 - 5 Prozent und 1 -10 Prozent. Der Wasserdurchsatz beträgt mindestens zehn Liter pro Stunde bis max. drei m³/h bei einem Betriebsdruck von 0,5 – 6 bar.

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Ein draußen am Gerät angebrachtes Temperaturlabel gibt dem Betreiber vor Ort Auskunft über die jeweilige Temperatur des durchfließenden Wassers, bereits unter Berücksichtigung der thermischen Leitfähigkeit des Gehäuses. Es dient somit zur Sicherheit des Personals bei Wartungsarbeiten.

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