Partikelmessung Ölqualität direkt im System messen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Saarbrücker Ingenieure haben ein kleines Messsystem entwickelt, das den chemischen Zustand und die Partikelbelastung des Öls im laufenden Betrieb ermitteln kann. Die Technologie kann helfen, Schäden an Anlagen frühzeitig zu erkennen und die Zahl teurer Labortests zu reduzieren.

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Mit diesem Versuchsaufbau demonstriert Diplomingenieur Torsten Bley seine Messzelle, die die Qualität von Öl im laufenden Betrieb messen kann.
Mit diesem Versuchsaufbau demonstriert Diplomingenieur Torsten Bley seine Messzelle, die die Qualität von Öl im laufenden Betrieb messen kann.
(Bild: Universität des Saarlandes / Oliver Dietze)

Saarbrücken – Die Wissenschaftler der Universität des Saarlandes sowie des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) haben ein Messsystem für Öl ermittelt. Das kombinierte Ölalterungs- und Partikelmesssystem (COPS – Combined Oil aging and Particle monitoring System) misst optisch den chemischen Zustand sowie die Partikelbelastung des Öls.

Funktionsweise von COPS

Mit einem Laser wird das Öl durchstrahlt und die Reflexionen der Partikel im Öl über Fotodioden beobachtet. Je nach Partikelsorte empfangen die Fotodioden unterschiedliche Mengen an reflektiertem Licht. Dadurch kann zwischen Luftblasen, Staub oder Metallpartikeln unterschieden werden. Zur Beurteilung des chemischen Ölzustands wird das durch die Messzelle fließende Öl mit einer Infrarotquelle durchleuchtet.

Ein Detektor misst dann, welche Strahlen das Öl durchdringen. Je älter das Öl wird, desto stärker verändert sich das empfangene Lichtspektrum. „Auf diese Weise kann genau bestimmt werden, wann man mit dem Ölwechsel nicht mehr länger warten sollte.“, erläutert Professor Andreas Schütze vom Lehrstuhl für Messtechnik der Saar-Uni die Funktionsweise.

Durch größere Intervalle zwischen den Ölwechseln könnten die Betreiber öl-intensiver Anlagen eine Menge Geld sparen. „Es schont auch die Umwelt, da weniger Altöl anfällt und man sparsamer mit Hydrauliköl umgehen kann“, erläutert Schütze darüber hinaus.

In Kooperation zur Marktreife

Das Verfahren wird in Kooperation mit dem neuen Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) in Saarbrücken zur Marktreife entwickelt. Ziel des ZeMA ist es, industrienahe Entwicklungen durchzuführen und neue Methoden aus der Forschung in die industrielle Praxis umzusetzen.

In Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, der Hochschule für Technik und Wirtschaft und Industriepartnern werden anspruchsvolle Projekte bearbeitet, mit denen man vor allem die Effizienz von industriellen Prozessen steigern kann. Die präsentierten Arbeiten entstanden im Leitprojekt FluidSens, finanziert vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes.

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