Pharma-Markt Novartis spricht Übernahmeangebot für Biopharma-Unternehmen Speedel aus

Redakteur: Marion Wiesmann

Das schweizerische Biotech-Unternehmen Speedel, eine einstige Novartis-Firmenausgründung, wird wieder in den Novartis-Konzern integriert. Firmengründerin und CEO Alice Huxley hat ihren Rücktritt eingereicht.

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Basel/Schweiz – Die fünf größten Aktionäre des börsennotierten schweizerischen Unternehmens Speedel haben mit Novartis eine bindende Übernahme-Vereinbarung unterzeichnet. Unter den Aktionären ist auch Speedel-CEO Alice Huxley. Mit dem Aktienzukauf für insgesamt 525,4 Millionen Schweizer Franken steigert Novartis die bisherige Beteiligung an dem biopharmazeutischen Unternehmen Speedel von knapp zehn Prozent auf über 60 Prozent. Novartis ist im nächsten Schritt verpflichtet, den restlichen Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. Eine Vorankündigung für ein solches Übernahmeangebots in Höhe von 130 Schweizer Franken pro Aktie ist bereits publiziert. Das detaillierte Kaufangebot soll Mitte August folgen. Der Speedel-Verwaltungsrat wird die Offerte prüfen und die Aktionäre von Speedel in den kommenden Tagen über seine Empfehlung orientieren.

Alice Huxley, CEO und Gründerin hat dem Verwaltungsrat von Speedel ihren Rücktritt angeboten. Ihre Aktien an Novartis zu verkaufen, habe sie laut Pressemeldung im besten Unternehmensinteresse getroffen und kommentierte: „In Anbetracht des derzeit anspruchsvollen Umfelds von Speedel, man denke an die anstehenden Finanzierungsbedürfnisse und die schlechte Stimmung am Kapitalmarkt, habe ich Hand zu einer Lösung geboten, die ein solides Fundament für die Zukunft von Speedel verspricht, inklusive weiterer Investitionen in die erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsprogramme.“

Laut Financial Times Deutschland geht Huxley jedoch unfreiwillig. So hätten zunächst das Quartett, bestehend aus dem ehemaligen Roche-Chef Fritz Gerber, Nestlé-Aufsichtsrat Rolf Hänggi, dem Industriemanager Henry C. Bodmer und dem Hightech-Investor Branco Weiss, ihre Anteile von insgesamt 30 Prozent an den Novartis-Konzern verkauft.

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