Prozesswäme im Fokus Neues Web-Tool zur Dekarbonisierung der Prozesswärme vorgestellt

Von Cluster Dekarbonisierung der Industrie 3 min Lesedauer

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Der Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) hat ein innovatives Web-Tool namens „Transformationspfade der Prozesswärme“ entwickelt. Dieses digitale Werkzeug unterstützt Unternehmen in energieintensiven Branchen bei der Dekarbonisierung ihrer Prozesswärme. Es identifiziert gezielt passende Transformationsoptionen, um die treibhausgasneutrale Industrie voranzubringen.

Ein neues kostenfreies Web-Tool identifiziert individuelle Optionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen aus der Prozesswärme – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen(Bild:  Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI))
Ein neues kostenfreies Web-Tool identifiziert individuelle Optionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen aus der Prozesswärme – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen
(Bild: Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI))

Mit dem neuen webbasierten Tool „Transformationspfade der Prozesswärme“ stellt das Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) Industrieunternehmen erstmals ein praxisnahes digitales Instrument zur Verfügung, mit dem sie systematisch individuelle Optionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen aus ihrer Prozesswärme identifizieren können. Das Tool richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Betriebe und bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in technologisch und wirtschaftlich tragfähige Transformationsoptionen.

Über eine digitale Checkliste werden Unternehmen in fünf Stufen durch die Analyse ihrer Prozesswärmeanforderungen geführt. Auf Basis der eingegebenen Informationen erhalten sie am Ende konkrete Vorschläge zur CO₂-Reduzierung ihrer Prozesswärme. Das Angebot richtet sich an Geschäftsführende, Verantwortliche aus dem Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie technische Fachkräfte und unterstützt diese bei der frühen Orientierung im Transformationsprozess.

Ein Tool aus der Praxis – für die Praxis

Im Rahmen der CDI-Innovationsgruppe Prozesswärme hat eine rund 40-köpfige Expertengruppe eine strukturierte Herangehensweise entwickelt, die Unternehmen bei der Bewertung ihrer individuellen Ausgangssituation unterstützt und eine fundierte Orientierung für die Reduktion von CO₂-Emissionen im Bereich der Prozesswärme bietet.

„In der Innovationsgruppe Prozesswärme des CDI haben wir festgestellt, dass wir ausgerechnet beim größten Energieverbraucher, der Prozesswärme, noch zu wenig Transparenz über die Dekarbonisierungsmöglichkeiten haben“, sagt Prof. Dr. Mario Ragwitz, der Leiter der Innovationsgruppe Prozesswärme sowie Leiter des Fraunhofer IEG. „Die Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsfälle macht deutlich, dass es ein Instrument braucht, das die wesentlichen Optionen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen systematisch bündelt.“

Auf Basis dieser Idee wurde das digitale CDI-Tool „Transformationspfade der Prozesswärme“ von der Greenpocket GmbH technisch umgesetzt, einem Spezialisten für Energiemanagement- und Visualisierungssoftware.

Das Tool unterstützt Unternehmen bei:

  • Der schrittweisen Transformation von Kälte- und Wärmeströmen – vom Brennstoffwechsel über die Anpassung von Temperaturniveaus im Prozess bis hin zum möglichen Austausch von Anlagen,
  • Einer interaktiven und intuitiven Nutzung mit individuell zugeschnittenen Handlungsoptionen, • der strukturierten Übersicht potenzieller Maßnahmen,
  • Der Bereitstellung vertiefender Informationen sowie relevanter Kontakte.

Ein neues kostenfreies Web-Tool identifiziert individuelle Optionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen aus der Prozesswärme – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen(Bild:  Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI))
Ein neues kostenfreies Web-Tool identifiziert individuelle Optionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen aus der Prozesswärme – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen
(Bild: Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI))

Prozesswärme als Schlüsselherausforderung auf dem Weg zur Klimaneutralität

Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, müssen deutsche Industrieunternehmen ihre Produktionsprozesse spätestens bis 2045 klimaneutral gestalten. Ein zentraler Hebel ist dabei die Dekarbonisierung der Prozesswärme, die in allen energieintensiven Branchen den größten Anteil am Energieverbrauch ausmacht. Die Auswahl geeigneter Technologien – von der Elektrifizierung unter Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Nutzung von Abwärme – ist jedoch komplex und erfordert eine Vielzahl betriebsindividueller Entscheidungen, unter anderem zu Investitionen, Fördermöglichkeiten und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Seminar-Tipp der Redaktion

Das Seminar behandelt den aktuellen Stand, die betroffenen Sektoren und die Maßnahmen , mit denen sich Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie auseinandersetzen müssen. Fragen wie „Ist mein Unternehmen betroffen?“, „Welche Maßnahmen müssen umgesetzt werden?“ oder „Welche Sanktionen drohen dem Unternehmen bei Nichteinhaltung?“ werden genauso behandelt wie die Betrachtung von technischen Maßnahmen und Einführung von Prozessen. Außerdem kann an verschieden Beispielen erfolgter Cyberangriffe gezeigt werden, welche Auswirkungen eine Cyberattacke auf eine Prozessanlage und dessen Unternehmen haben kann.

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Ein Baustein für eine beschleunigte industrielle Transformation

„Mit dem Tool stellt das CDI ein neues digitales Angebot bereit, das den Transformationsprozess insbesondere im Mittelstand beschleunigen soll“, sagt Prof. Uwe Riedel, Initiator und Leiter der CDI-Innovationsgruppe Prozesswärme in der Anfangsphase sowie Direktor des DLR-Instituts für CO₂-arme Industrieprozesse. „Unternehmen können frühzeitig erkennen, welche technologischen Optionen für die Prozesswärmeversorgung ihrer Produktionsprozesse infrage kommen und welche Schritte für eine klimafreundliche Umgestaltung erforderlich sind.“

Das Web-Tool „Transformationspfade der Prozesswärme“ steht allen interessierten Unternehmen ab sofort kostenfrei auf der CDI-Website zur Verfügung.

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