Elektromotor Neuer elektromotorischer Linearantrieb für Hubventile
Ein neuer elektromotorischer Antrieb für Sitz- und Membranventile spart Betriebskosten und ist zugleich eine gute Alternative zu Magnetventilen.
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Wenn Druckluft im Betrieb nicht standardmäßig zur Verfügung steht, bietet sich der neue elektromotorische Ventilantrieb von Gemü an. Der für Sitz- und Membranventile geeignete Auf/Zu-Antrieb verfügt über eine Leistungsaufnahme von 24 Watt und ist so ausgelegt, dass er lediglich zum Stellen des Ventils Strom benötigt. Hat er die Endstellung geschlossen oder geöffnet erreicht, so schaltet der Antrieb selbstständig über die integrierten Endlagenschalter ab und hält das Ventil in der jeweiligen Stellung, bis zum nächsten Steuersignal.
Ist der einstellbare Endlagenschalter geschlossen, kann eine Schließbegrenzung realisiert werden. Der elektrische Anschluss erfolgt über M12-Steckverbinder. Durch diese Konstruktion sind die Betriebskosten geringer als bei vergleichbaren Pneumatikantrieben oder Magnetventilen. Bei einem Pneumatikantrieb oder einem Magnetventil mit Steuerfunktion (Federkraft geschlossen / In Ruhestellung geschlossen), muss das Ventil nämlich während der gesamten Öffnungszeit mit Druckluft beaufschlagt werden bzw. verbraucht Strom.
Die Stellgeschwindigkeit liegt je nach Nennweite zwischen vier bis zehn Metern pro Sekunde. Das Membranventil Gemü S680 schließt in der Nennweite DN 15 in etwa 0,5 Sekunden. Bei DN 5 in etwa zwei Sekunden. Durch den gleichmäßigen Schließvorgang sind die Druckschläge deutlich geringer als bei einem schnell schließenden Pneumatikventil. Der Antrieb, in seiner sehr kompakten Bauweise, ist nicht breiter als die Ventilkörper und lässt sich daher sehr gut im Rahmen von platzsparenden Ventilbatterien einsetzen.
Vorteil für Membranventil
Das Membranventil hat gegenüber einem Magnetventil vergleichbarer Nennweite gleich zwei entscheidende Vorteile: Magnetventile in den Nennweiten 15 bis 50 sind entweder direkt- oder hilfsgesteuert. Direktgesteuerte Ventile benötigen bei vergleichbaren Betriebsdrücken sehr große Magnete, haben dadurch eine hohe Leistungsaufnahme und erzeugen viel Wärme. Um diesen Nachteil zu umgehen, werden Magnetventile in den genannten Nennweiten bevorzugt hilfsgesteuert ausgelegt. Dazu sind sehr kleine Steuerbohrungen notwendig, die anfällig gegen Feststoffe und Partikel im Medium sind. Verstopfen die Steuerbohrungen, fallen die Ventile aus. Partikelfilter zum Schutz der Magnetventile erhöhen sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten und müssen unter TCO-Gesichtspunkten berücksichtigt werden. Membranventile hingegen sind aufgrund ihrer Bauart unempfindlich gegen Partikel und Feststoffe im Medium. Selbst Sandkörner und abgelöste Kalkablagerungen z.B. in Wasserleitungen beeinträchtigen weder die Funktion noch die Dichtheit.
Der zweite Vorteil des Membranventils ist die von der Bauart her gegebene hermetische Trennung zwischen Antrieb und Betriebsmedium ohne zusätzliche Teile und Dichtungen. Bei Magnetventilen ist dies selbstverständlich auch möglich, erhöht aber die Komplexität und die Kosten des Ventils.
Der neue elektromotorische Antrieb wird vorerst für zwei Ventilbaureihen eingesetzt.
- Das Membranventil Gemü S680 ist derzeit in den Nennweiten DN 15 – 25 und den Ventilkörperwerkstoffen PVC-U, PP verstärkt und Messing verfügbar. Der zulässige Betriebsdruck beträgt nennweiten- und temperaturabhängig maximal sechs bar. Die maximal zulässige Betriebstemperatur beträgt 60 °C. Die Stellzeit liegt nennweitenabhängig zwischen 0,5 und zwei Sekunden.
- Das Schrägsitzventil Gemü S580 ist ebenfalls in den Nennweiten DN 15 – 25 lieferbar. Als Ventilkörperwerkstoffe stehen PP verstärkt und Messing zur Verfügung. Betriebsdruck, Betriebstemperatur und nennweitenabhängige Stellzeit entsprechen Gemü S680.
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