Dechema-Forum Neue Roadmap Phytoextrakte – Strategien für Wachstum in einem Zukunftsmarkt

Ein Gastbeitrag von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema. 1 min Lesedauer

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Phytoextrakte sind Wirkstoffe und Wirtschaftsfaktor zugleich. Vor allem aber liegen sie im Trend. Warum Deutschland und Europa hier echte Wachstumschancen liegen lassen und Herstellern mit Regulatorik das Leben schwer machen, beleuchtet eine neue Dechema-Roadmap, die auch darlegt, wie es besser laufen könnte.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema.(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema.
(Bild: Dechema)

Haben Sie vielleicht gerade eine Tasse Kaffee vor sich stehen? Dann sind wir mitten im Thema – Sie nutzen die belebende Wirkung pflanzlicher Inhaltsstoffe. Jenseits des selbstgebrühten Kaffees spielen funktionale Inhaltsstoffe von Pflanzen eine ganz erhebliche Rolle: Der globale Markt beläuft sich auf rund 12 Milliarden US-Dollar, in Deutschland gibt es nach Schätzungen rund 1.000 Betriebe, die in der Phytoextrakt-Wertschöpfungskette tätig sind und etwa 120.000 Menschen beschäftigen.

Bei Verbrauchern sind Phytoextrakte als natürliche Produktbestandteile sehr beliebt. Dementsprechend finden sie sich nicht nur in Pharmazeutika, sondern auch in der Kosmetik und in Lebensmitteln als Wirk- oder Hilfsstoffe.

Doch trotz der positiven Prognosen für den Markt stehen Hersteller in Deutschland und Europa großen Herausforderungen gegenüber. Da ist zum einen die umfangreiche und teils unabgestimmte Regulatorik, mit der sie vom Anbau bis zur Zulassung zu kämpfen haben. Das führt zu Kostensteigerungen, die derzeit kaum abzufangen sind und die Wettbewerbsfähigkeit gefährden. In einer aktuellen Roadmap der Dechema/VDI-Fachgruppe Phytoextrakte stellen Expertinnen und Experten Lösungsansätze vor. Neben regulatorischen Vereinfachungen gäbe es auch eine Menge technischer Möglichkeiten, um Kosten von Anbau und Ernte bis zur verfahrenstechnischen Verarbeitung erheblich zu senken und damit den Unternehmen eine größere Zukunftssicherheit zu geben. Das wäre nicht nur ein Beitrag zur Standortsicherung, sondern auch zu mehr Nachhaltigkeit – denn dass die Natur wirksame und komplexe Moleküle liefert, das zeigt schon das Koffein in Ihrem Kaffee.

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