Siebmühle Neue oszillierende Siebmühle erleichtert die Arbeit, macht sie sicherer und effizienter
Bei der Entwicklung eines neuen Systems für schonendes Granulieren von wärmeempfindlichen Produkten handelte Frewitt nach dem Leitsatz: Praxisbewährtes mit mehr Komfort. Lesen Sie, wie das Gerät den Weg für Applikationen ebnen soll, für die es bisher keine zufriedenstellende Lösung gibt.
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Bereits der Name OscilloWitt verrät etwas über den Hauptunterschied der neuen Mühle zu anderen Geräten aus dem Hause Frewitt: Gemahlen wird mittels eines oszillierenden Rotors. Dieses Merkmal, zugleich das Herzstück der Mühle, wurde vom Vorgängermodell (MF-Line) übernommen, um den Anwendern die Vorteile des praxiserprobten Oszillationsprozesses bieten zu können: die geringe Wärmeentwicklung und ein enges Kornspektrum des Mahlguts bei minimalem Feinanteil.
Neuerungen auf solider Basis
Während das Funktionsprinzip der oszillierenden Mühle dasselbe wie beim Vorgängermodell ist, sind zu den Grundfunktionen einige Prozessparameter hinzu gekommen, welche die Bedienung der Siebmühle noch einfacher gestalten:
- Beschleunigung der Oszillierbewegung durch variablen Winkel,
- vereinfachtes Einstellen des Rotor/Sieb-Abstands,
- schrittweises Nachstellen der Schwingungsbreite zur regelmäßigen Abnutzung des Rotors,
- Umstellung von Dreh- auf Oszillationsbewegung mittels Knopfdruck.
Auf ein und derselben Maschine kann sowohl im oszillierenden wie auch im rotierenden Modus gearbeitet werden; das gilt für die OscilloWitt-3 und OscilloWitt-6. Dies erhöht die Flexibilität des Systems und senkt die Investitionskosten. Neu wurde auch das schrittweise Nachstellen der Schwingungsbreite implementiert, was den Wartungszyklus verlängert und die Wartungskosten senkt. Für mehr Bedienkomfort sorgen auch die einfache Beschleunigung der Oszillierbewegung durch einen variablen Winkel und das vereinfachte Einstellen des Rotor/Sieb-Abstands.
Konstruktive Änderungen
Auch konstruktiv haben die Entwickler einiges geändert, angefangen vom runden Einlauftrichter bis hin zum sechsarmigen Rotor. Der runde Einlauftrichter mit Triclamp-Anschluss erleichtert die Integration in ein bestehendes System erheblich. Der Auslauftrichter ist nahtlos ins Gehäuse integriert. Im Mahlraum finden sich keine Spalten, in den Wellen keine Nuten, und sämtliche Dichtungen sind so konstruiert und eingepasst, dass sich kein Produkt ansammeln kann. Die erhöhte Dichtigkeit des Systems erlaubt es, Produkte zu verarbeiten, die einen höheren Containment-Level oder ein integriertes WIP- oder SIP-System erfordern.
Versuche mit der sechsarmigen Rotorkonstruktion in Kombination mit der schrittweisen Nachstellung der Schwingungsbreite haben gezeigt, dass der Verschleiß der Rotorarme so gering ist, dass es kaum der Wartung bedarf.
Ein Schutzgitter und die Sicherheitsabfrage beim Einlauftrichter sorgen im Produktionsprozess für erhöhte Sicherheit. Das Ableitblech kann, sofern erforderlich, entfernt werden, ohne dabei den Einlauftrichter zu demontieren. Bei der Konstruktion wurden leichtere Komponenten verwendet, um das Gewicht des Geräts zu senken. Die gewohnte Robustheit der Frewitt-Mühle wurde dabei beibehalten.
Für Universaleinsatz geschaffen
Die OscilloWitt ist für die Zerkleinerung von trockenen, feuchten, insbesondere von wärmeempfindlichen und schwer zu verarbeitenden Produkten prädestiniert. Aufgrund der mindest notwendigen Krafteinwirkung und der stufenlos einstellbaren Drehzahl werden beim Produkt die genau erforderlichen Scher- und Reibkräfte erreicht, die es schonend durch das Sieb befördern. Das spezielle Verfahren, das durch die hohe Dichtigkeit und die automatische Reinigbarkeit des Systems ergänzt wird, erzielt eine äußerst homogene und gleichbleibende Produktqualität, die bei der Verarbeitung von Wirkstoffen in der Pharmaindustrie ebenso wichtig ist wie für die Aufbereitung von Aromastoffen (wie beispielsweise Tee, Gewürzen), Vitaminen und Proteinen in der Lebensmittelindustrie – ganz zu schweigen von den vielen Prozessen der Feinchemie, bei denen schonende Verfahren die Grundvoraussetzung bilden. Sollte bei den genannten Anwendungen die lückenlose Dokumentierung der Prozessparameter zum Thema werden, kann auch hier die neue OscilloWitt helfen.
Für den breiten Einsatzbereich der Siebmühle ist nicht nur die Konstruktion, sondern auch die große Auswahl an Sieben verantwortlich: Zur Verfügung stehen Siebe mit Runddraht für die Zerkleinerung von gut brechbaren Produkten, Siebe mit Viereckdraht für harte Produkte sowie Feinsiebe, die sich insbesondere für die Feuchtzerkleinerung eignen.
Aus der Praxis, für die Praxis
Flexibilität und Modularität sind weiterhin gefragt, wenn es um die Entwicklung von Produktionsanlagen geht. Die OscilloWitt erfüllt beide Kriterien: Sie kann als Stand-alone-Maschine oder In-Linie integriert werden.
Kundenspezifische Anforderungen können unkompliziert und schnell durchgeführt werden: Soll beispielsweise ein Klumpenbrecher vorgelagert werden? Diese Anwendung gibt es bereits. Und die Reinigung? Ob CIP- (zur Entfernung von Rotor und Sieb), WIP-, SIP- oder manuelle Reinigung – die große Fronttür ist in jedem Fall eine entscheidende Hilfe. Soll die oszillierende in eine rotierende Siebmühle umfunktioniert werden? Ein Knopfdruck genügt.
Auch das Ablesen und Dokumentieren der prozessrelevanten Parameter (Rotor/Sieb-Abstand, Produkttemperatur, Rotordrehzahl, usw.) ist mittels des aktualisierten Steuerkonzepts und der modernen LCD-Anzeige einfacher geworden. Auf Wunsch kann das Gerät durch die Wand (Reinraum-Anwendung) eingebaut oder druckstoßfest ausgeführt werden.
* Der Autor ist Business Unit Manager, Frewitt DryMilling Division, Frewitt SA, Granges-Paccot.
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