EPS-Herstellung Neue EPS-Anlage von BASF setzt Extrusionsverfahren ein
BASF hat in Ludwigshafen eine neue Anlage für den Dämmwerkstoff Neopor in Betrieb genommen. Das expandierbare Polystyrol (EPS) wird nach einem neuen Verfahren hergestellt, das verbesserte Produkteigenschaften und mehr Flexibilität in der Herstellung verspricht.
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Ludwigshafen – Die neue Neopor-Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von 90 000 Jahrestonnen. Zum Einsatz kommt ein neues Verfahren auf Extrusionsbasis. Dieses ermöglicht gegenüber dem bisherigen Suspensionsverfahren einheitlichere Granulatgrößen und eine gezielte Einstellung von Platteneigenschaften, z.B. der Druckfestigkeit.
Das graue Kunststoff-Granulat Neopor ist die Weiterentwicklung des Dämmklassikers Styropor und bietet nach Unternehmensaussage eine um bis zu 20 Prozent bessere Dämmleistung. Es enthält spezielle Graphit-Teilchen, die wie ein Spiegel die Wärmestrahlung reflektieren und so den Wärmeverlust im Haus verringern. Das Granulat wird von BASF-Kunden aufgeschäumt und zu Dämmplatten und Formteilen für die Dämmung von Fassaden, Dächern und Böden verarbeitet.
Dr. Martin Brudermüller, im Vorstand der BASF für Kunststoffe verantwortlich, rechnet damit, dass der weltweite Markt für EPS im Bereich Bau jährlich um fünf Prozent wachsen wird. Getrieben werde dieses Wachstum von langfristig steigenden Energiepreisen und gesetzlichen Vorgaben. „Zwar hat sich die globale Finanzkrise auch negativ auf die Baubranche ausgewirkt, aber die weltweite Nachfrage nach energieeffizienten Produkten besonders für die nachträgliche Wärmedämmung von Altbauten und für die Kühlung von Gebäuden wird weiter steigen”, ist sich Brudermüller sicher.
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