Ionenaustauscherharze Nachhaltige Wasseraufbereitung durch erneuerbare Rohstoffe

Quelle: Pressemitteilung Lanxess

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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess bietet jetzt zusätzlich zu Ionenaustauscherharzen auf Basis fossiler Rohstoffe auch Typen an, die anteilig aus erneuerbaren Rohstoffen gemäß dem Massenbilanzverfahren hergestellt werden. Dieses Angebot umfasst zunächst drei schwach saure und zwei schwach basische Harze.

Die neuen Scopeblue-Harze der Marke Lewatit von Lanxess basieren zu über 90 % auf nachhaltigen Rohstoffen.(Bild:  LANXESS)
Die neuen Scopeblue-Harze der Marke Lewatit von Lanxess basieren zu über 90 % auf nachhaltigen Rohstoffen.
(Bild: LANXESS)

Die drei neuen schwach sauren Kationenaustauscherharze (Weak Acidic Cation Exchange Resins, WAC) weisen einen um bis zu 67 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck auf als konventionelle Typen und basieren zu über 90 Prozent auf nachhaltigen Rohstoffen. Sie sind dabei chemisch identisch mit konventionellen Produkten, werden in den gleichen Anlagen und nach identischen Verfahren produziert.

Die neuen Typen aus der Produktfamilie Lewatit tragen die Nachhaltigkeits-Dachmarke Scopeblue von Lanxess. Damit werden Produkte gekennzeichnet, die zu mehr als der Hälfte auf erneuerbaren Rohstoffen basieren oder deren CO2-Fußabdruck weniger als halb so groß ist wie der des entsprechenden Produkts aus konventionellen Rohstoffen. Die neuen Scopeblue-Varianten der bekannten Produkte Lewatit S 8227, Lewatit S 8229 und Lewatit CNP P, die vorrangig zur Teilenthärtung von Trinkwasser eingesetzt werden, erfüllen sogar beide Anforderungen: Mehr als die Hälfte der Trockenmasse dieser Acrylatharze stammt aus Acrylnitril, das massenbilanziert aus Tallöl gewonnen werden kann. Dieses Nebenprodukt der Zellstoffherstellung wird dazu in Propen umgewandelt und mit Ammoniak, das durch Reduktion von Luftstickstoff mit „grünem“ Wasserstoff entsteht, zur Reaktion gebracht.

Auch styrolbasierte, schwach basische Anionenaustauscher (Weak Basic Anion Exchange Resins, WBA), namentlich Lewatit MP 62 WS und Lewatit S 4528, produziert Lanxess neuerdings auf der Basis von nachhaltig erzeugtem Styrol. Sie werden vorrangig bei der Behandlung von Abwasser und chemischen Prozessströmen sowie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Aufgrund des komplexeren Synthesewegs lässt sich bei diesen Harzen der Anteil konventioneller Rohstoffe am Endprodukt noch nicht so deutlich reduzieren wie bei den WAC-Harzen. Mit dem Namenszusatz ‚Eco’ weist Lanxess darauf hin, dass auch bei der Produktion dieser Harze, nachhaltige, biobasierte oder rezyklierte Rohstoffe verwendet wurden.

Die Zuordnung der erneuerbaren oder abfallbasierten Rohstoffe zu entsprechenden Mengen nachhaltiger Produkte erfolgt durch Massenbilanzierung. Zur Herstellung massenbilanzierter Produkte werden nachweislich nachhaltige Rohstoffe oder Vorprodukte stofflich eingesetzt und bestimmten Produkten buchhalterisch zugeordnet. So lassen sich nachwachsende Rohstoffe in bestehende Produktions- und Lieferketten integrieren.

Der Produktionsbetrieb für die nachhaltig erzeugten Harze in Leverkusen und die massenbilanzierten Produkte sind dabei im Vorfeld unabhängig zertifiziert worden. Im Falle der Ionenaustauscherharze bescheinigt ein ISCC PLUS-Zertifikat (International Sustainability & Carbon Certification), dass die Voraussetzungen für eine zuverlässige Bilanzierung gegeben sind und diese korrekt angewandt wird.

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