CO2-Reduktion Nachhaltige Rohstoffe: Lanxess will zertifizierte Rohstoffe von Covestro beziehen

Quelle: Lanxess 2 min Lesedauer

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Die Chemieunternehmen Covestro und Lanxess wollen bei der energieintensiven Produktion von Basischemikalien an ihren Niederrhein-Standorten kooperieren und diese klimafreundlicher gestalten. Im Fokus steht die CO2-Reduktion bei der Verwendung wichtiger Basischemikalien.

Die Kooperation zwischen Lanxess und Covestro soll die CO2-Emissionen der Unternehmen um bis zu 120.000 Tonnen pro Jahr senken.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Kooperation zwischen Lanxess und Covestro soll die CO2-Emissionen der Unternehmen um bis zu 120.000 Tonnen pro Jahr senken.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Um den CO2-Fußabdruck seiner Produkte zu reduzieren, will Lanxess Chlor, Natronlauge und Wasserstoff aus den ISCC Plus-zertifizierten Standorten von Covestro in Leverkusen und Krefeld-Uerdingen beziehen. Ab sofort stellt Covestro nach eigenen Angaben rund ein Drittel der gelieferten Produktmenge mit Energie aus Wasserkraft auf Basis von Herkunftsnachweisen her.

„Covestro verfolgt auf seinem Weg zur operativen Klimaneutralität im Jahr 2035 das Ziel einer kompletten Umstellung seiner Produktion auf Strom aus erneuerbaren Quellen“, sagt Dr. Klaus Schäfer, Technologievorstand von Covestro. Ein besonderer Schwerpunkt liegt Schäfer zufolge auf der energieintensiven Herstellung von Basisrohstoffen. In Zusammenarbeit mit Lanxess setzt Covestro in seinen Elektrolysen in NRW anteilig Energie ein, mit der das Unternehmen seine berichteten Emissionen um bis zu 120.000 Tonnen CO2 im Jahr senken kann.

Das gemeinsame Projekt sei ein wichtiger Baustein, um die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral zu machen, so Dr. Hubert Fink, Vorstandsmitglied von Lanxess. Mit seiner Net Zero Value Chain Initiative plant der Spezialchemie-Konzern, die Scope-3-Emissionen innerhalb seiner vor- und nachgelagerten Lieferkette bis 2050 zu eliminieren. Das umfasst indirekt entstehende Emissionen bei eingekauften Rohstoffen, aber auch in der Logistik oder bei der Entsorgung. Bei den Scope-1- und 2-Emissionen will das Unternehmen bereits 2040 klimaneutral sein.

Chlor, Natronlauge und Wasserstoff sind Grundbausteine für viele Produkte der chemischen Industrie. Ihre Herstellung ist jedoch sehr energieintensiv. Lanxess setzt die von Covestro gelieferten Rohstoffe zum Beispiel für Produkte für die Lebensmittelindustrie oder die Landwirtschaft ein.

Covestro produziert die drei Basisrohstoffe an seinen nordrhein-westfälischen Standorten in Leverkusen, Krefeld-Uerdingen und Dormagen. Die beiden erstgenannten sind für die Erzeugung des strategischen Rohstoffs Chlor bereits nach dem international anerkannten ISCC Plus-Standard zertifiziert, für Dormagen ist dies in Kürze geplant. Die korrekte Zuweisung des Stroms zu den Produkten wird über diese Zertifizierung sichergestellt und die Nutzung der erneuerbaren Energie durch die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt belegt.

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