Dechema-Forum Modularer Anlagenbau ja oder nein: Neues Paper hilft bei Investitionsentscheidungen

Ein Gastkommentar von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V. 1 min Lesedauer

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Konventionell oder modular? Wer bei der Investition in eine neue Anlage vor dieser Auswahl steht, dem hilft das neue Paper der Dechema/VDI-Fachgruppen Cost Engineering und Modulare Anlagen. Es liefert Definitionen, Bewertungskriterien und Beispiele für die wirtschaftliche und qualitative Bewertung unterschiedlicher Anlagenkonzepte.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.
(Bild: Dechema)

Wer die Wahl hat, muss nicht unbedingt die Qual haben – jedenfalls dann nicht, wenn gute und rationale Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung stehen. Bei hohen, langfristigen Investitionen in neue Anlagen ist das besonders wichtig. Im Gegenzug ermöglicht die Wahl zwischen konventionellen und modularen Konzepten, Anlagen bestmöglich auf die jeweiligen Anforderungen anzupassen.

Die Entscheidung kann jedoch knifflig werden, denn es spielen nicht nur quantitative und qualitative Kriterien zusammen, sondern auch die Betrachtung verschiedener Zeithorizonte. Das zeigt ein neues Papier der DECHEMA/VDI-Fachgruppen Cost Engineering und Modulare Anlagen, das sich genau dieser Fragestellung widmet. Es zeigt, dass für die Entscheidung nicht nur die großen Visionen von Flexibilität und Mobilität wesentlich sind, sondern auch sehr praktische Erwägungen – etwa, wie viel Platz auf der und rund um die Baustelle zur Verfügung steht. Aber auch Faktoren wie die Lernkurve bei der Vorfabrikation oder die Wiedernutzung von Anlagenteilen spielen eine Rolle. Da sich diese vielen Dimensionen nicht so einfach in einer „Hopp-oder-Top“-Kennzahl verdichten lassen, empfiehlt sich die Kombination verschiedener Methoden, deren Stärken und Schwächen sich ausgleichen. Über die Entscheidung „„stick-build“ oder modular“ hinaus ist auch ein Vergleich verschiedener modularer Varianten möglich.

Ganz ohne menschliches Nachdenken geht es aber nicht, wie die praktischen Rechenbeispiele zeigen: Welche Kriterien für welchen Standort und Prozess wie wichtig sind, welche Bedeutung etwa der Flexibilität beigemessen wird, diese Entscheidung muss dann doch der Mensch treffen.

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