Kommissioniertechnik

Modellhafte Branchenlösung für den Pharmagroßhandel

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Für die Kommissionierung von C-Artikeln nutzt Salus die Kommissionierstrategie „Ware zum Mann“. Dazu werden die entsprechenden Behälter nach Vorgabe des LVS vom Umpackplatz im HRL oder aus dem AKL über die Behälterförderstrecke zur Einlagerung an ein SCS übergeben. Das SCS steht für hochdynamische Stückkommissionierung mit bis zu 1000 Picks pro Stunde und Mitarbeiter. Hohe Lagerverdichtung und der modulare Aufbau machen das SCS zu einer der gegenwärtig innovativsten und wirtschaftlichsten Lösungen für hocheffiziente Kommissionierprozesse.

Im manuellen Kommissionierbereich kommen Picking-Carts zum Einsatz

Im SCS bei Salus sind drei Module für die Lagerung von C-Artikeln in insgesamt rund 2700 Systembehältern installiert. Dort werden die Behälter zur Kommissionierung an eine moderne Pickstation automatisch ausgelagert. Nach den Kommissionierprozessen werden die Behälter wieder vom System übernommen. Die Kommissionierung erfolgt nach den Vorgaben von Wamas erneut direkt in die Auftragsbehälter. Die zu pickenden Auftragsposten werden den Kommissionierern mit einem Pick-by-Light-System angezeigt. Ein zusätzlich installiertes Display gibt ergänzende Angaben. Die Behälter mit den nach Auftragsvorgabe kommissionierten Artikeln werden anschließend von der umlaufenden Fördertechnik abgefördert.

Für Narkotika und Pharmaprodukte, die unter Kühlbedingungen gelagert werden müssen, erfolgt eine manuelle Kommissionierung mit sogenannten Picking-Carts. Drei solcher Carts mit Stellplätzen für jeweils dreimal zwei übereinander eingestellten Auftragsbehältern sind bei Salus im Einsatz. Sie ermöglichen in den manuellen Kommissionierbereichen ein flexibles Multi-Order-Picking. Angesteuert über das WLAN des Großhändlers erhalten die Kommissionierer dazu ihre Pickaufträge über Pick-by-Light-Leisten und die Displays der mitgeführten Handhelds. Die Auftragsbehälter aus diesen beiden Sonderbereichen werden als letzte Auftragspositionen in den Versandbereich gebracht.

Dort erfolgt die Auftragskonsolidierung der manuell kommissionierten Sonderartikel mit den Auftragspositionen aus den verschiedenen Kommissionierzonen im AKL, am SCS und im HRL. Letzte Bearbeitungsstation für die Auftragsbehälter aus allen Kommissionierbereichen ist die Deckelung, nachdem sie gelabelt und ihnen automatisch die erforderlichen Versandpapiere beigelegt wurden. Während ihrer Aussteuerung auf acht Gefällerollen-Versandbahnen werden die gedeckelten Behälter abschließend von einer automatischen Umreifungsanlage verzurrt; dies sichert die Versandbehälter vor unbefugtem Zugriff.

Kundenfreundliche Auslieferung mit Nullfehlerquote

Die Anlagenkonzeption hat den Durchsatz bei Salus deutlich erhöht sowie die Leistungsfähigkeit bei der Verladung und im Warenausgang nachhaltig gesteigert. Grundlage dafür bildet einerseits die intelligente Verknüpfung von automatisiertem Palettenhandling über das HRL, zum anderen die Automatisierung der Kommissionierung mit Pick by Light im AKL. Weitere Basis bietet die Kommissionierung nach dem Ware-zum-Mann-Prinzip aus dem SCS. Mit der Systemlösung von SSI Schäfer für sein neues Distributionszentrum in Ljubljana ist Salus für weiteres Wachstum gut gerüstet. Zudem unterstützt sie eine schnelle und kundenfreundliche Auslieferung mit einer Nullfehlerquote. Damit hat SSI Schäfer nach Aussage von Salus-Projektleiter Hočevar die hohen Erwartungen mehr als erfüllt und sich als durchweg professioneller Projektpartner bewährt.

* Peter Diener ist Projektleiter bei der SSI Schäfer Noell GmbH in 97232 Giebelstadt, Tel. (0 93 34) 9 79-3 81, peter.diener@ssi-schaefer-noell.com

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