Füllanlage Mobile Füllanlage für Big-Bags

Redakteur: Gabriele Ilg

Im Auftrag eines Unternehmens aus der Petrochemie-/Kunststoffindustrie hat Emde Industrie-Technik eine mobile Füllanlage für Big-Bags entwickelt.

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Die Anlage wird als komplette Einheit inklusive Palettenmagazin und Rollenbahn unter einer Silo-Batterie verfahren. Ziel war es, schnell und flexibel auf Aufträge reagieren zu können, ohne dabei ein kostenintensives Zwischenlager für Big-Bag-Ware vorhalten zu müssen. Mit einer Stundenleistung von 30 Tonnen bzw. 60 Kubikmeter kann die Anlage über Ein-Mann-Bedienung die befüllten Big-Bags direkt auf den LKW oder Bahnwaggon verladen.

Eine massive, auf Rollen verfahrbare Plattform mit einer Traglast von etwa fünf Tonnen ist die Grundkonstruktion der gesamten Anlage. Selbst auf nicht absolut sauberen und hundertprozentig ebenen Flächen ist noch ein Verfahren auch im Außenbereich möglich. Über eine tragbare Funkfernsteuerung wird die Anlage vom Bediener sicher unter den jeweiligen Siloauslauf manövriert.

Von einer begehbaren Bühne aus wird das Füllrohr staubdicht an das Silo angeschlossen. Verladegarnituren können über angepasste Andockkonen ebenfalls zur Beschickung angedockt werden. Die Dosierung des exakten Füllgewichts innerhalb einer Gewichtstoleranz von ± 1 bis 2 Kilogramm übernimmt eine pneumatisch betätigte Drei-Stellungs-Klappe. An dieser Stelle können aber auch andere Dosierorgane zum Einsatz kommen.

Ein ergonomisches und schnelles Einhängen der Big-Bags wird über diverse Optionen wie pneumatisch betätigte vorschwenkbare Klapphaken und eine Blähschlauchklemme für den Füllstutzen sichergestellt. Während des Füllvorgangs wird der Big-Bag auf die aus dem Palettenmagazin eingefahrene Palette abgesenkt.

Für Schüttgüter mit steilem Schüttwinkel sorgt ein pneumatisch durch die Rollenbahn anhebbarer Vibrationsrahmen für eine Produktverteilung im Big-Bag. Dieser Vibrationsrahmen ist vollständig vom Wägerahmen entkoppelt, sodass der Wägeprozess hierfür nicht unterbrochen werden muss. Ein Palettenmagazin mit pneumatisch betätigten Klapphaken stellt die rechtzeitige Zuführung einer Palette in die Füllposition sicher.

Der gesamte Füllprozess wird über eine autarke elektrische Steuerung mit Bedienschaltschrank am Arbeitsplatz gesteuert. Der Datenaustausch kann über eine Ethernet-Schnittstelle mit Funkverbindung erfolgen. Die Energiezuführung ist über flexible Leitungen mit Kabelaufrollern realisiert. Die Gesamtanlage wird in vormontierten Teilkomponenten geliefert und vor Ort durch das Inbetriebnahmepersonal zusammengebaut.

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