Hostinger-Analyse Mitarbeiterzufriedenheit: Geteiltes Stimmungsbild in Chemie und Pharma

Quelle: Hostinger 2 min Lesedauer

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Trotz Finanzkrise, Pandemie oder Inflation steigt die Mitarbeiterzufriedenheit in Dax-Konzernen seit 2008 kontinuierlich. Die aktuelle Studie des Webhosting-Anbieters Hostinger zeigt: Viele Unternehmen haben ihre Kultur krisenfest gemacht. Die Chemie- und Pharmabranche zeigt hingegen gemischte Entwicklungen.

Eine aktuelle Hostinger-Analyse zeigt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit in der Chemie- und Pharmabranche teils spürbare Rückgänge verzeichnet.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Eine aktuelle Hostinger-Analyse zeigt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit in der Chemie- und Pharmabranche teils spürbare Rückgänge verzeichnet.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Seit 2008 haben sich die Mitarbeiter-Bewertungen der Dax 40 Konzerne im Durchschnitt von etwa 3,1 auf 3,9 Punkte verbessert. Eine aktuelle Analyse von Hostinger zeigt, wie sich das Arbeitsklima in den Dax 40-Unternehmen über 15 Jahre basierend auf 50.194 Bewertungen von (Ex-)Beschäftigten entwickelt hat. Hinter dem positiven Gesamteindruck steht eine größere Streuung: Einige Arbeitgeber erzielen Top Scores von über 4,2, während andere sich unter 3,0 einpendeln.

Die Chemie- und Pharmabranche zeigt gemischte Entwicklungen. Bayer sank von 4,1 Punkten (2018) auf 3,8 (2025). Covestro fällt von 4,0 auf 3,9 Punkte. Brenntag verharrt mit 3,0 Punkten auf konstant niedrigem Niveau. Merck zeigt einen stabileren Verlauf um 4,0 Punkte. Die Branche weist insgesamt stärkere Rückgänge auf als etwa der Versicherungs- oder Technologiesektor.

Bewertungskluft im Dax wird größer

Seit 2008 steigt der Durchschnittswert. Doch was zunächst nach einer positiven Entwicklung aussieht, offenbart mittlerweile eine wachsende Spreizung. 2008 lagen fast alle Unternehmen bei einer Bewertung zwischen 3,1 und 3,5. 2024 reicht die Bewertungsspannweite von 3,2 bei Zalando bis 4,4 bei der Commerzbank. Dazwischen liegen Unternehmen wie Softwarekonzern SAP mit 3,8, Siemens Healthineers mit 4,3 oder Chemiekonzern Bayer mit 3,8. Auch innerhalb einzelner Branchen zeigen sich teils deutliche Unterschiede.

Nicht alle ehemaligen Top Arbeitgeber konnten ihr Niveau halten: SAP, einst auf 4,7 Punkte, fiel bis 2024 auf 3,8 – ein Rückgang um 0,9 Punkte, eventuell durch die Streichung von Diversitätsprogrammen und Vaterschaftsurlaub geschuldet. Ähnlich gedrückt steht Bayer da: nach 4,1 im Jahr 2018 in 2024 bei 3,8 – ein latenter Abwärtstrend. Trotz Corona Rebound bleibt Fresenius volatil: 2020 fiel die Bewertung auf 2,9, doch inzwischen hat sich die Bewertung auf rund 4,2 stabilisiert.

Im starken Kontrast zu den Absteigern stehen Unternehmen mit konstant hohen Bewertungen. Automobil- und Motorradhersteller BMW bewegt sich seit Jahren um und über 4,0, das Versicherungsunternehmen Allianz trumpft 2024 mit 4,1 auf. Siemens Healthineers und Porsche erreichen Bewertungen um 4,2.

Die Branchenübersicht zeigt gewisse Trends, zugleich unternehmensspezifische Unterschiede in der Bewertung. Automobilhersteller wie BMW und Porsche liegen mit Durchschnittswerten über 4,0 vorne. In der Technologie zeigt sich ein geteilter Eindruck: SAP im Abwärtsmodus: Nach 4,7 Punkten in 2020 liegt das Unternehmen 2025 bei 3,9 Punkten. Infineon fällt von 4,2 in 2020 auf 3,9 Punkte zurück. Siemens Healthineers zeigt sich stabil und hält die Bewertung bei 4,4 Punkten.

„Die Schwankungen in den Bewertungen zeigen deutlich: Krisen hinterlassen Spuren – aber sie müssen nicht dauerhaft negativ wirken“, erklärt Eiviltas Praščiakas, Leiter der Kommunikationsabteilung bei Hostinger. „Gerade Unternehmen, die Veränderungen in der Arbeitswelt frühzeitig annehmen und ihre Kultur aktiv weiterentwickeln, können Vertrauen zurückgewinnen – oder sogar gestärkt daraus hervorgehen.“

Die komplette Studie finden Sie hier: Analyse Mitarbeiterzufriedenheit

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