Nachhaltige Medikamentenentwicklung Millionenförderung für Darmstädter Arzneimittelforschung

Quelle: Hochschule Darmstadt 2 min Lesedauer

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Die Hochschule Darmstadt erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Programms „Großgeräteinitiative“ eine Million Euro an Fördergeldern für zunächst drei Jahre für ein interdisziplinäres Projekt zur Arzneimittelforschung. Das Projekt zielt darauf ab, nachhaltigere Strategien für die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente zu erforschen.

Um die Arzneimittelforschung ressourcenschonender zu gestalten, möchte ein Konsortium alle Stadien des Prozesses durchleuchten und verbessern.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Um die Arzneimittelforschung ressourcenschonender zu gestalten, möchte ein Konsortium alle Stadien des Prozesses durchleuchten und verbessern.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Entwicklung neuer Arzneimittel geht – von der Identifizierung potenzieller Wirkstoffe bis zur Zulassung eines Medikaments – mit dem Verbrauch enormer Mengen an Energie, Wasser und Medizinprodukten einher. Um die Arzneimittelforschung ressourcenschonender zu gestalten, möchte ein Konsortium der Hochschule Darmstadt unter Leitung des Biochemikers Prof. Dr. Heinz Neumann alle Stadien des Prozesses durchleuchten und verbessern. Die DFG finanziert hierfür die Anschaffung eines automatisierten, hochauflösenden Fluoreszenzmikroskops. Mit ihm sollen neue Strategien für die Wirkstofffindung entwickelt und biomolekulare Kondensate systematisch untersucht werden. Letzteres soll dazu beitragen, Zell- und somit auch Krankheitsprozesse besser zu verstehen.

So sollen neue Wirkstoffe mit verbesserter Wirksamkeit gefunden und Strategien zur Optimierung von Herstellungsprozessen erforscht werden. Bereits zugelassene pharmazeutische Wirkstoffe sollen daraufhin untersucht werden, ob sie gegen weitere Krankheiten wirksam sein und somit für alternative Indikationen zugelassen werden können. Wirkstoffkandidaten, die in früheren klinischen Studien „aussortiert“ wurden, werden noch einmal unter die Lupe genommen und so verbessert, dass sie gegebenenfalls doch noch zum Einsatz kommen können; auf diese Weise ließen sich einige Stufen des aufwändigen Entwicklungsprozesses einsparen.

Am Projekt „Zeitaufgelöstes High Throughput-Imaging von membranlosen Organellen zu Organmodellen“ sind Forschende aus den Fachbereichen Chemie- und Biotechnologie sowie Mathematik und Naturwissenschaften beteiligt, außerdem zwei Arbeitsgruppen von der ETH Zürich. Die insgesamt acht Professorinnen und Professoren vereinen Fachwissen aus den Bereichen Arzneimittelentwicklung, Chemietechnik und Datenanalyse.

Projektleiter Prof. Dr. Heinz Neumann: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Team und hoffen, dass es durch unsere Forschung möglich wird, Pharmaforschung auf eine neue, nachhaltige Basis zu stellen.“ Die weiteren Beteiligten am Projekt sind Prof. Dr. Christina Graf, Prof. Dr. Michael Becker, Prof. Dr. Franz-Josef Meyer-Almes und Prof. Dr. Frank Schael (Fachbereich Chemie- und Biotechnologie), Prof. Dr. Andreas Weinmann (Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften) sowie Prof. Dr. Yves Barral und Prof. Dr. Karsten Weis (ETH Zürich).

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