Dechema-Forum Metallico: So lassen sich Batteriemetalle zurückgewinnen

Ein Gastbeitrag von Dipl.-Ing. Katja Wendler, Fachbereichsleiterin Rohstoffe, Dechema 1 min Lesedauer

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Mit der Energiewende wird der Bedarf an Batterien weiter steigen und der nach Rohstoffen ebenfalls. Bei dem EU-Projekt Metallico geht es um die Frage, wie Batteriemetalle wie Lithium, Kobalt, Kupfer, Mangan und Nickel aus primären und sekundären Rohstoffquellen gewonnen werden können und wie das nachhaltig geschehen kann.

Dipl.-Ing. Katja Wendler ist Fachbereichsleiterin Rohstoffe der Dechema.(Bild:  Dechema)
Dipl.-Ing. Katja Wendler ist Fachbereichsleiterin Rohstoffe der Dechema.
(Bild: Dechema)

Schon seit einigen Jahren steigt im Batteriesektor die Nachfrage nach Rohstoffen. Gleichzeitig ist er anfällig für Risiken bei der Beschaffung dieser Materialien. Ein Vorankommen in der Energie- und Mobilitätswende ist ohne Batterien undenkbar. Auch deshalb kommt es auf die Verfügbarkeit (kritischer) Batteriemetalle an.

Genau diesem Thema widmet sich das Anfang 2023 gestartete EU-Projekt Metallico. Hauptziel ist es, (kritische) Batteriemetalle aus primären und sekundären Ressourcen mit nachhaltigen Methoden zurückzugewinnen. Dazu forscht ein Konsortium von 23 Partnern aus neun Ländern bis Ende des Jahres 2026 an verschiedenen Strategien. Im Fokus steht dabei die Verwertung von Reststoffen, indem Materialien zurückgewonnen und recycelt werden.

In Metallico werden zunächst fünf innovative Verfahren zur (Rück-)Gewinnung von Lithium, Kobalt, Kupfer, Mangan und Nickel aus primären und sekundären Rohstoffquellen optimiert und weiterentwickelt. Anschließend werden diese in einem industriell relevanten Maßstab in vier Fallstudien demonstriert und im Blick auf ihre Nachhaltigkeit bewertet.

Darüber hinaus entwickeln die Projektpartner eine digitale (Open-Source-)Plattform. In der Plattform werden zum einen primäre und sekundäre Batteriemetallquellen identifiziert und charakterisiert. Zum anderen werden mit digitalen Zwillingen innovativer Anlagen zur Rückgewinnung und Produktion von Metallen, die Effizienz sowie die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen bei der Rückgewinnung des jeweiligen Metalls simuliert.

Die in Metallico erarbeiteten Ergebnisse ermöglichen es Industrieunternehmen, künftig in neue Bergbau- und Metallverwertungsanlagen zu investieren und so beträchtliche Mengen an neuen oder derzeit nicht oder nicht ausreichend genutzten Ressourcen in der EU zu erschließen. Das senkt die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten und gewährleistet die Verfügbarkeit von Metallen im Batterie- sowie in anderen Industriesektoren.

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