Ein wichtiger Durchbruch war die Entwicklung der „Vorflockung“ vor der Membran – hiermit konnten der Energieverbrauch deutlich gesenkt und die Reinigungszyklen verlängert werden.
Schwerpunkte der Weiterentwicklung der Membrantechnologie sind die Optimierung von Hybrid-Membranprozessen (synergistische Verschaltung mit anderen Aufbereitungsprozessen) sowohl mit keramischen als auch mit polymeren Membranen. Anwendungsgebiete werden neben der Trinkwasseraufbereitung die weitergehende Aufbereitung kommunalen Abwassers zur Wasserwiederverwendung sowie die Nutzung sehr stark verschmutzter Wasser-Ressourcen sein (z.B. Produced Water oder eutrophe, stark algenhaltige Wässer).
Die Membrantechnik hat sich auch als eine Alternative bei der Abwasserreinigung angeboten und ist mittlerweile in zahlreichen Anwendungen etabliert. Dabei entfaltet die Membran ihre Stärken immer dann, wenn es um zusätzliche Reinigungsleistung geht: Rückhaltung von Krankheitserregern oder Mikroschadstoffen in Kombinationsverfahren.
Fazit: Das Beispiel Membrantechnik lehrt, dass eine allein technisch überzeugende Technologie nicht ausreicht, eine breite Anwendung zu finden. Die praktische Demonstration anhand von Großanlagen ist erforderlich, um Vorbehalte mit überzeugenden Betriebserfahrungen auszuräumen. Hier ist die Förderung von Demonstrationsanlagen die entscheidende Brücke – dies gilt sicherlich auch für andere Schlüsseltechnologien.