Füllstandmessung

Lotmesstechnik ersetzt manuelle Methoden zur Füllstandsmessung

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Installieren bzw. nachrüsten lässt sich das Lotmessgerät ohne großen Aufwand, auch bei Silodächern ohne Stutzen. Eine mitgelieferte Schablone erleichtert hier den Anbau. Weil es bei konischen Silodächern schwierig ist, das Gerät waagerecht auszurichten, gibt es für solche Fälle einen Schwenkflansch, der sich zwischen 0 und 50° verstellen lässt. Für Energiezufuhr und Datenübertragung müssen Kabel verlegt und angeschlossen werden.

Nach der Installation des Gerätes kann der Anwender im Gerätemenü die individuellen Siloparameter eingeben, z.B. Silohöhe, Konushöhe und die maximale Ablauflänge, die verhindern soll, dass das Fühlgewicht in die Auslassöffnung gerät. Ein Timer, der die Abstände der Messungen regelt, kann hier eingestellt werden. Dank der einfachen Installation entstehen im Normalfall keine zusätzlichen Kosten durch Servicetechniker. Pflegeleicht ist das Gerät auch im täglichen Einsatz, da es lange Zeit wartungsfrei arbeitet. Nach 250 000 Messzyklen muss das Band aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Bei einem Messbereich von zehn Metern und bei stündlicher Messung bedeutet das einen jahrelangen Betrieb ohne Wartung. Und steht doch einmal der Austausch von Motor, Platine, Band- oder Seilspule an, kann der Anwender ihn selbst durchführen.

Auch die Logistik im Blick

In Pilotprojekten z.B. in Agrar- oder Zementindustrie hat sich die Messtechnik bereits bewährt. Mit dem nun allgemein verfügbaren Gerät, das auf ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis hin entwickelt wurde, lassen sich ohne großen Kostenaufwand künftig überall dort, wo Schüttgut in Silos lagert, einfach und präzise die Füllstände ermitteln. Mit der Übertragung auf den PC kann auch die nachfolgende Bestelllogistik verbessert werden, bis hin zur automatisierten Bestellung, wenn der Füllstand einen bestimmten Wert unterschreitet. Im Sinne der Logistikunternehmen sind Lösungen möglich, die regelmäßig die Füllstände aller Anwender aufzeigen und deutlich machen, wo sich Lieferbedarf ankündigt. So ließen sich auch Transportrouten optimieren – ein wirtschaflticher Vorteil bei steigenden Benzinpreisen.

* Andreas Haug ist Technischer Leiter und Prokurist, Thomas Schäfer ist Vertriebsleiter bei der UWT GmbH.

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