Biologisches Oxidationsverfahren Lösemittelemissionen kostengünstig reduzieren

Redakteur: Gabriele Ilg

Die TIG Group bietet zwei unterschiedliche Verfahren an, die sich beide zur Senkung der Lösemittelemissionen eignen. Gemäß den 31. BImSchV-Bestimmungen entspricht sowohl ihr biologisches Oxidationsverfahren den geforderten Emissionsgrenzwerten von 50 mg C/m3 als auch ihre regenerativ thermischen Oxidationsanlagen (RTO) den vorgeschriebenen 20 mg C/m3.

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RTO-Anlagen werden aufgrund der hohen thermodynamischen Wirkungsgrade und des dadurch reduzierten Bedarfs an Sekundärbrennstoffen als aktuell bester Stand der Technik beurteilt. (Bild: Bild : TIG Group)
RTO-Anlagen werden aufgrund der hohen thermodynamischen Wirkungsgrade und des dadurch reduzierten Bedarfs an Sekundärbrennstoffen als aktuell bester Stand der Technik beurteilt. (Bild: Bild : TIG Group)

Bei biologischen Oxidationsverfahren muss zwischen Biofiltern und Biowäschern differenziert werden. Die Umsetzung der Lösemittel erfolgt hierbei auf Basis biologischer Stoffwechselvorgänge durch spezielle adaptierte Mikroorganismen entweder angesiedelt auf Trägermaterialien (Biofilter) oder in Suspensionen (Biowäscher).

Für den Einsatz eines Biowäschers müssen die Lösemittel eine gewisse Wasserlöslichkeit aufweisen wie beispielsweise Ketone oder Aldehyde. Bei einem Biofilter ist diese nicht zwingend erforderlich, da neben Absorptions- auch Adsorptions-Prozesse für die Wirksamkeit der Lösemittelabscheidung verantwortlich sind. Vor allem die geschlossene Form der Biofilter, die angepasste Dimensionierung und der Einsatz spezieller biokatalytischer Additive sind hierbei besonders zu berücksichtigen.

Die Anwendungsfälle mit Lösemittelkonzentrationen >1000 mg C/m3 können mit regenerativ thermischen Oxidationsanlagen vergleichsweise kostengünstig behandelt werden. RTO-Anlagen werden aufgrund der hohen thermodynamischen Wirkungsgrade (>97%) und des dadurch reduzierten Bedarfs an Sekundärbrennstoffen als aktuell bester Stand der Technik beurteilt. Für die Einhaltung der Grenzwerte von 20 mg C/m3 bedarf es zumeist des Einsatzes einer Dreikammertechnik. Die Lösemittel werden bei Temperaturen von etwa 800 °C oxidiert. Weitere wesentliche Faktore n zur Erreichung der geforderten Wirkungsgrade sind die Verweilzeiten in den Brennkammern und eine definierte Abluftführung in den Abscheidezonen.

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