Lewa Lewa wird Tochter von japanischem Pumpenhersteller

Redakteur: Marion Henig

Der japanische Pumpenhersteller Nikkiso will den Dosier- und Prozess-Membranpumpen-Hersteller Lewa übernehmen. Der bereits unterzeichnete Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.

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Leonberg – Mit dem Vollzug des Vertrages wird innerhalb eines Monats gerechnet. Beide Unternehmen erhoffen sich durch die Übernahme Vorteile durch Innovationsaustausch und gemeinsame Entwicklungsarbeit, spezifische Marktzugänge und den Ausbau von Vertriebskanälen. Produkt- und Zielmarktüberschneidungen gebe es hingegen kaum. Rationalisierungsmaßnahmen oder Veränderungen im Management seien nicht im Gespräch: „Wir wollen die Marke, die Mitarbeiter, das Vertriebsnetzwerk und die lösungsorientierte Grundausrichtung des Unternehmens erhalten und fördern. Die Lewa Produkte können wir in unseren Märkten gut platzieren und die hervorragende FuE-Abteilung nutzen“ , so Nikkiso CEO Toshihiko Kai. Bernd M. Stütz, CEO der Lewa GmbH, betont hingegen, dass Lewa durch die Übernahme künftig seinen Kunden auch komplexe Anlagen und Systemlösungen bieten könne.

Nikkiso setzt mit 3843 Mitarbeitern weltweit etwa 548 Millionen Euro um, wovon rund 165 Millionen Euro auf den Pumpenbereich entfallen (Lewa: 145 Millionen Euro, 730 Mitarbeiter). Auf den asiatischen Märkten werden neben Präzisionspumpen für die chemische Industrie und Wasseraufbereitungsanlagen für Kraftwerke auch CFRP-Produkte (Verbundstoffe auf Kohlefaserbasis) für die Flugzeugindustrie hergestellt.

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