Wachstumsmarkt Asien Lanxess plant Butylkautschuk-Anlage für über 400 Millionen Euro
Lanxess hat eine Asien-Offensive gestartet: Mit gezielten Investitionen will der Chemiekonzern das profitable Wachstum in der Region Asien-Pazifik verstärken und plant derzeit mit einer Butylkautschuk-Anlage das größte Investitionsprojekt seiner Unternehmensgeschichte.
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Singapur – Die Region Asien-Pazifik ist für Lanxess von zentraler Bedeutung. Mit einem Umsatzzuwachs auf 1,23 Milliarden Euro stieg der Anteil Asiens am Konzernumsatz 2006 auf knapp 18 Prozent. Wachstumstreiber sind die Märkte in China und Indien, wo der Umsatz im zweistelligen Bereich zulegte. Im Rahmen seiner im April 2006 beschlossenen Initiative „Lanxess goes Asia“ hat der Leverkusener Chemiekonzern bereits fünf neue Werke in China in Betrieb genommen. Nun wird mit einer neuen Butylkautschuk-Anlage die größte Investition der Unternehmensgeschichte geplant.
Butylkautschuk-Werk soll 2010 in Betrieb gehen
Die Verlagerung von Reifen-Produktionskapazitäten aus den USA und Westeuropa nach Asien sowie eine dort wachsende Binnennachfrage führen zu einem deutlichen Ausbau der Produktion von Reifen, der Hauptanwendung von Butyl, in Asien. Lanxess-Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann erklärte bei einem Besuch in Singapur: „In den kommenden Monaten werden wir die finale Machbarkeit mit möglichen Partnern verhandeln. Bei einem positiven Ergebnis könnte das neue Butylkautschuk-Werk 2010 in Betrieb genommen werden.“ Das Investitionsvolumen liege in der Größenordnung von rund 400 Millionen Euro. In den letzten Monaten hatte Lanxess im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Standorte in ganz Asien geprüft. Drei Standorte sind in der engeren Auswahl: Singapur, Kuantan in Malaysia und Map Ta Phut in Thailand.
Lanxess und Pekinger Institut für Kautschukforschung gehen Kooperation ein
Die Geschäftseinheit Polybutadiene Rubber hat zudem vor kurzem einen Dreijahresvertrag mit dem Beijing Research & Design Institute of Rubber Industry (BRDI) unterzeichnet. Die Kooperation mit dem nationalen Testzentrum und Forschungsinstitut für Reifen soll die Sondierung und weitere Erschließung des am stärksten wachsenden Reifenmarktes der Welt begleiten. Ferner soll das Institut derzeitige und künftige Abnehmer von Lanxess High-Performance PBR (Polybutadiene Rubber) und S-SBR (Solution-Styrene-Butadiene-Rubber) in China bei der Anwendung dieser Produkte unterstützen.
Aber auch andernorts baut Lanxess seine Kapazität für Butylkautschuk aus. Im kanadischen Sarnia hat das Unternehmen die erste Ausbaustufe seiner Anlage abgeschlossen und erhöht dort die Kapazität für Butylkautschuk um 42 Prozent. Mit der zweiten Expansionsstufe wurde bereits begonnen. Damit soll die Kapazität dort bis 2009 um weitere zehn Prozent erhöht werden. Auch am belgischen Standort Zwijndrecht erweiterte Lanxess die Kapazität bereits 2006 um zehn Prozent.
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