Weichmacher Lanxess nimmt biobasierte Weichmacher aus Bernsteinsäure ins Visier
Ab 2012 will Lanxess phthalatfreie Weichmacher aus Bernsteinsäure auf Basis nachwachsender Rohstoffe herstellen. Mit im Boot hat der Konzern das US-Unternehmen Bioamber.
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Leverkusen – „Die Zusammenarbeit mit Bioamber ist eine großartige Chance, eine neue Generation Weichmacher auf den Markt zu bringen, die allen gesetzlichen Anforderungen entspricht und auch mit Blick auf Umweltaspekte und Nachhaltigkeit punkten kann“, formuliert es Jorge Nogueira, Leiter der Lanxess Business Unit Functional Chemicals, die phthalatfreie Weichmacher herstellt. Den weltweiten Markt für phthalatfreie Weichmacher schätzt man derzeit auf 1,3 Milliarden Euro, das Wachstum betrage jährlich rund sieben Prozent. Aufgrund von Gesetzesinitiativen steigt die Nachfrage nach phthalatfreien Weichmachern in Märkten wie Nordamerika, Westeuropa und Japan, und auch in weltweiten Wachstumsmärkten wie Lateinamerika zeige der Nachfragetrend nach oben. Die Behörden beschränken zunehmend den Einsatz phthalathaltiger Weichmachern für Produkte wie Spielzeug, Lebensmittelverpackungen und Kabel.
Die biobasierte Bernsteinsärue stellt Bioamber durch Fermentation aus nachwachsenden Rohstoffen her. Das Verfahren erfordert erheblich weniger Energie, ist deutlich kostengünstiger und kann eine bessere CO2-Bilanz aufweisen als mit fossilen Rohstoffen hergestellte Bernsteinsäure. Künftig wird Bioamber Reststoffe aus der Landwirtschaft und der Zuckerrohrproduktion als Rohstoff in diesem Produktionsprozess einsetzen. Die Produktion erfolgt in der Bioamber-Anlage in Pomacle/Frankreich, die eine Jahreskapazität von 3000 Tonnen hat. Ab 2013 sollen in einem neuen Werk am Lanxess-Standort Sarnia in Kanada zusätzliche Kapazitäten von 17 000 Jahrestonnen bereitstehen.
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