Phase drei für P2X Synthetisches E-Kerosin für eine nachhaltigere Luftfahrt

Quelle: Dechema 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kopernikus-Projekt P2X ist in die dritte und damit finale Förderphase gestartet. Im Förderzeitraum von drei Jahren setzen sich die Forschenden mit der Herstellung von synthetischem E-Kerosin auseinander. Es soll als Alternative zu fossilem Kerosin die Luftfahrt nachhaltiger machen.

E-Kerosin für die Luftfahrt lässt sich im Power-to-X-Verfahren klimaneutral aus Kohlenstoffdioxid und Wasser herstellen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
E-Kerosin für die Luftfahrt lässt sich im Power-to-X-Verfahren klimaneutral aus Kohlenstoffdioxid und Wasser herstellen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main entsteht derzeit eine Demonstrationsanlage des Kopernikus-Projekts P2X. Diese Power-to-X-Technologie (PtX) soll synthetisches Rohöl zu spezifikationskonformem Kerosin weiterverarbeiten. Das synthetische Rohöl wird mit elektrischer Energie aus Kohlenstoffdioxid und Wasser hergestellt. Begleitende Analysen stellen sicher, dass das P2X-Kerosin der Norm und den hohen Anforderungen der Luftfahrt entspricht. Alternative Kraftstoffe sind nötig, weil Flugzeuge vor allem auf der Mittel- und Langstrecke in absehbarer Zeit nicht direkt elektrisch betrieben werden können.

Neben dem Zielprodukt berücksichtigen die Forschenden auch die als Nebenprodukt anfallenden anderen E-Fuel-Fraktionen. Dadurch wollen sie eine möglichst effiziente Verwertung des erneuerbaren Kohlenstoffs erreichen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöhen. E-Naphtha soll an die Chemieindustrie geliefert und alternativ als Blendkomponente für hochoktanige Motorsägen-Kraftstoffe untersucht werden. E-Diesel-Fraktionen kommen für die Anwendung in landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen in Betracht.

In der Begleitforschung untersuchen die P2X-Forschenden die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe, Umweltwirkungen und die Energiebilanz des Demonstrators. Darüber hinaus sind Nachhaltigkeitskriterien, die Eignung unterschiedlicher Standorte und die gesellschaftliche Akzeptanz von PtX Gegenstand der Forschung.

Um das Thema PtX als Schlüsseltechnologie der Energiewende einer breiteren Öffentlichkeit verständlich zu machen, setzt das Projekt auf verschiedene Bildungsangebote. Dazu zählen zum Beispiel Unterrichtsmaterialien, eine Ringvorlesung und Sommerwerkstatt, ein digitales Lernmodul sowie niederschwellige Formate wie eine Virtual-Reality-Experience.

Das Kopernikus-Projekt P2X erforscht seit 2016 PtX-Technologien. In den ersten beiden Förderphasen entwickelten die Forschenden Verfahren für verschiedene Anwendungsbereiche, unter anderem Kunststoffe, Kosmetika, Kraftstoffe und die Glasherstellung. Einige dieser Entwicklungen werden in anderen Projekten fortgeführt.

(ID:50056839)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung