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Modulare Automation

Kommen die modularen Zeiten?

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Interessant sind modulare Anlagen auch im Hinblick auf Industrie 4.0, weil das Konzept dezentrale Intelligenz verlangt. Oder wie es Anwender Pelz auf den Punkt bringt: „Industrie 4.0-Konzepte werden im Augenblick vor dem Hintergrund der bestehenden monolithischen Leitsysteme diskutiert. Das ist eigentlich ein Widerspruch.“ Und genau diese Gedanken sind es, die Diskussionsteilnehmer sehr optimistisch stimmen.

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Zum einen sind die Bedenken und die Furcht vor Austauschbarkeit und Vergleichbarkeit, die noch vor vier Jahren die ersten Diskussionen mit den Automatisierungsunternehmen begleitet haben, gewichen. Zum anderen haben sich die Marktanforderungen in den vergangenen fünf Jahren erheblich geändert. Beispielsweise erlebt die Pharmaindustrie derzeit einen gewaltigen Umbruch, weshalb sie im Bereich der mechanischen Verfahrenstechnik viele Anstrengungen in Richtung Modularisierung getätigt hat. Jeder dieser Aspekte beflügelt die modulare Technologie.

Die Komplexität reduzieren

Ausblick: Einig waren sich die Teilnehmer, dass mit dem Namur-MTP ein gewaltiger Sprung nach vorne gemacht wurde. In Zukunft könnte es beispielsweise die Vorgehensweise beim Engineering verändern. Denn das Namur-MTP ist einfach und intuitiv zu bedienen. Es ist also denkbar, dass ein Verfahrenstechniker seine Anlage automatisiert. Eine logische Konsequenz für Automatisierer Haller: „Wenn ich schneller und flexibler agieren will, muss ich die Komplexität reduzieren. Damit übertrage ich die Verantwortung natürlich ein Stück weit auf die Modulbauer und muss mich als Anlagenbetreiber davon verabschieden, jedes Detail zu kennen. Und es ist unsere Aufgabe als Automatisierer, dies zu ermöglichen.“

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