Energiesparende Kühlung mit Wärme

Kleiner, leichter, günstiger – Absorptionskälteanlagen im Trend

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Bei Integration von Biene und Hummel in vorhandene Nutzungsstrukturen, aber vor allem auch im Sanierungsfall und im Neubau können die Geräte nicht nur als Kälteanlage, sondern auch als Wärmepumpe verwenden werden, wobei sie bis zu 60 °C Nutzwärme zur Verfügung stellen können.

Die Rückkühlungstemperaturen, deren oberes Limit in dieser Technologie bisher bei 35 °C - 40 °C lag, konnten durch Reduzierung von Wärmebrücken und Optimierung der Wärmeübertrager bis auf ca. 50 °C erhöht werden. Das wiederum ermöglicht den Einsatz von trockenen Rückkühlwerken, was ein deutlicher Vorteil im Vergleich zu bisherigen Kältemaschinen ist.

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Vorteile gegenüber marktüblichen Kälteanlagen:

  • Vergleichsweise niedriger Leistungsbereich von 50 bzw. 160 kW
  • thermische Prozesseffizienz, COP von 0,8
  • hohe Spreizungen der Antriebstemperatur > 40 K -
  • oder niedrige Antriebstemperaturen ab 55 °C möglich
  • Prozessdesign für trockene Rückkühlung
  • Einsatz als Wärmepumpe für Heizsysteme bis 60 °C
  • reaktionsschnell, 25 % auf 100 % Leistung <10 Minuten
  • Türgängigkeit, <0,86 m x 1,52 m x 1,9 m (Biene)
  • effiziente Systemregelung für min. Betriebs-/ Energiekosten

Einbau einer Hummel in der Praxis

Ein aktuelles Beispiel für die Anwendung einer Baelz AKA ist ihr Einsatz bei den Stadtwerken Gießen. Es wurde hier eine Anlage im mittleren Leistungsbereich benötigt, während die marktüblichen meist im Bereich von 300 bis 500 kW lagen und entsprechend groß und schwer waren. Sie wären nicht in die bestehenden Gebäude zu integrieren gewesen, hatten hohe Anforderungen an die Rückkühlung und waren auch zu teuer. Auf dem Markt waren bisher keine geeigneten Kältemaschinen, lediglich bei ausländischen Anbietern, mit denen man in Gießen allerdings keine guten Erfahrungen hatte.

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