Fusionen und Übernahmen im Mittelstand
Kauflaune im Mittelstand: Chemiefirmen zum Schnäppchenpreis?

Von Timo Schmidt, Senior Associate und Fabian Schmidt, Partner bei Syntra Corporate Finance 4 min Lesedauer

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Die Krise der Chemie hat deutliche Spuren hinterlassen. Der Margendruck führt insbesondere im Mittelstand zu erheblichem Konsolidierungsdruck – ein Anstieg der Fusionen und Übernahmen könnte die Folge sein. Dazu kommen regulatorische Anforderungen sowie ESG- und Nachhaltigkeitskriterien.

Kauflaune im Mittelstand: Macht die Rezession Chemiefirmen zum Schnäppchen oder ist der Sektor ein Ramschangebot? (Symbolbild)(Bild: ©  ultramansk - stock.adobe.com)
Kauflaune im Mittelstand: Macht die Rezession Chemiefirmen zum Schnäppchen oder ist der Sektor ein Ramschangebot? (Symbolbild)
(Bild: © ultramansk - stock.adobe.com)

Die deutsche Chemieindustrie stand in den vergangenen Jahren im Gegenwind: Geopolitische Unsicherheiten und Handelskonflikte trafen mit volatilen Rohstoffpreisen, steigenden regulatorischen Anforderungen und einer anhaltenden Nachfrageschwäche zusammen. Die Folgen: Produktions- und Umsatzrückgänge. Der Abschwung hat viele Unternehmen gezwungen, Sparprogramme aufzulegen und unprofitable Geschäftsbereiche zu restrukturieren.

Dabei hat die Krise nicht nur die Chemieunternehmen aufgerüttelt: Auch der M&A-Markt spürt den Konsolidierungsdruck. Große wie mittlere Unternehmen nutzen die Situation, um durch Fusionen und Verkäufe ihre Bilanzen zu stärken und ihre Portfolios zu arrondieren. Käufer wollen ihre Marktposition sichern und durch gezielte Akquisitionen Synergien erzielen. Dabei hat sich der mittelständische M&A-Markt noch nicht ganz von den krisengeplagten letzten Jahren erholt.