Food Supply Chain
Jetzt wird sie transparent: Was Traceability-Systeme mit und ohne Blockchain für die Supply Chain leisten

Von Manja Wühr 8 min Lesedauer

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Gutes und gesundes Essen ist nicht zuletzt eine Frage des Vertrauens. Jeder Lebensmittelskandal – seien es kontaminierte oder gefälschte Lebensmittel – zerstört Vertrauen. Mit effektiven Rückverfolgbarkeitssystemen schützen sich Produzenten sowie Händler, und sind im Ernstfall schnell handlungsfähig. Doch was zeichnet ein solches System aus, und welche Rolle spielt dabei die Blockchain?

Was leisten effektive Rückverfolgbarkeitssysteme für die Food Suplly Chain? Transparenz und Vertrauen(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Was leisten effektive Rückverfolgbarkeitssysteme für die Food Suplly Chain? Transparenz und Vertrauen
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Der EHEC-Ausbruch 2011 ist vielen noch gut in Erinnerung. Seine Auswirkungen waren massiv: Laut Robert Koch Institut starben in Deutschland von 3842 Erkrankten 53. Ursache waren kontaminierte Sprossen. Doch ehe dies bestätigt werden konnte, warnte man vor dem Verzehr von rohen Gurken, Tomaten und Blattsalaten. In Folge dessen brach der Umsatz an Gemüse ein. Der Anbieter Gemüsering beispielsweise meldete einen Rückgang von 80 Prozent. Auch verhängten die Behörden Importverbote. Um die Umsatzverluste der Landwirte abzufedern, musste die EU 227 Millionen Euro aufwenden.

Fünf Jahre zuvor traf die USA ein E. Coli-Ausbruch. Von 199 Betroffenen verstarben drei. Verursacher war belasteter frischer Spinat eines Lieferanten. In Kalifornien, wo rund 3/4 des Spinats geerntet werden, mussten die Bauern aufgrund des Ausbruchs Verluste von 74 Millionen Dollar hinnehmen. Umso wichtiger erscheint eine effiziente Lebensmittelrückverfolgbarkeit. Diese ist seit 2002 durch die Verordnung (EG) Nr. 178/2002 für alle EU-Mitgliedsstaaten vorgegeben. Laut Verordnung muss die Rückverfolgbarkeit durch alle Produktions-, Verarbeitung- und Vertriebsstufen erfolgen.