Elektropneumatische Stellungsregler

Intelligente Stellungsregler steigern Energieeffizienz und mindern Kohlendioxid-Emissionen elektropneumatisch

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Die gesamte Anlage betrachten

Das gesamte Einsparpotenzial an den TCO wird jedoch erst ersichtlich, wenn man anstatt einem einzelnen Gerät eine Anlage betrachtet, in der mehrere 100 bis zu 1000 Stellungsregler über Jahrzehnte betrieben werden. So erzeugen 1000 Durchschnitts-Stellungsregler über zehn Jahre hinweg 3500 Tonnen CO2. Will man diese Einsparpotenziale ausschöpfen, so führt kein Weg an Stellungsreglern vorbei, die sich durch einen geringen Luftverbrauch auszeichnen. Zu weiteren Anforderungen wie Regelgüte, einfacher Handhabung und Robustheit besteht dadurch kein Widerspruch.

So hat Siemens etwa das Stellungsreglerportfolio mit dem geringsten Luftverbrauch. Bei einem Eigenverbrauch von nur 0,036 Nm3/h lassen sich nach gleichem Ansatz wie zuvor für einen Sipart PS2 für ein Jahr folgende Werte errechnen:

  • ein Energieverbrauch allein für die Drucklufterzeugung von etwa 33 kWh,
  • die nur für die Drucklufterzeugung anfallenden Kosten von etwa zwei Euro,
  • und ein dabei anfallender CO2-Ausstoß von etwa 21 Kilogramm.

Wie man sieht ist ein geringerer Eigenluftverbrauch und damit ein Einsparpotenzial in ökonomischen wie in ökologischen Dimensionen von mehr als 90 Prozent realisierbar.

Darüber hinaus bietet der im Markt erfolgreich eingesetzte digitale Stellungsregler Sipart PS2 viele weitere Aspekte wie z.B. den Anschluss des externen kontaktlosen NCS-Sensors, der bei heftigsten Vibrationen am Antrieb zum Einsatz kommt oder die enorme Flexibilität mittels Anbausätzen, die es ermöglichen, den Stellungsregler an diverse nicht genormte Antriebe zu montieren. Auch der Neue in der Siemens-Stellungsreglerfamilie, der Sitrans VP300 steht dem Sipart PS2 in Sachen Luftverbrauch mit 0,095 Nm3/h in nichts nach. Dieser bietet neben erweiterten Diagnosefunktionen, über die auch der Sipart PS2 als Standard verfügt, zusätzlich z.B. einen weiteren Temperaturbereich von -40 °C bis zu +85 °C, den denkbar einfachsten Anbau an Antriebe mittels Opos-Interface und eine Benutzerschnittstelle mit grafikfähigem Display und diversen Spracheinstellungen.

Wie man an den bisherigen Ausführungen ableiten kann, bieten Stellungsregler in Abhängigkeit von ihrem Typ und Prinzip neben der eigentlichen und bisher im Fokus liegenden Druckluftaufbereitung und -verteilung ein weiteres großes Einsparpotenzial. Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass Kosteneinsparungen, Return on Invest, Umweltschutz und gleichzeitig erzielbare hohe Regelgüte keine unvereinbaren Punkte sind, sondern mit dem richtigen Gerät durchaus vereinbar und damit nachhaltig für den Gesamtnutzen des Betreiberunternehmens in mehrerlei Hinsicht unverzichtbar sind.

Literatur

[1] siehe Bericht „Mit Druckluft sparen“, Peter Radgen, Edgar Blaustein (Hg.): Compressed Air Systems in the European Union: Energy, Emissions, Savings Potential and Policy Actions, Stuttgart 2001

[2] ARC Studie 2010

[3] Source: www.druckluft-effizient.de, Marktbreiter Energieverbrauch für Druckluft eines Kompressors, according to external benchmarking „Spezifische Leistung einer Kompressoranlage im Vollastbetrieb“ (141 Vergleichswerte, Mittelwert), Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (Fachverband Drucklufttechnik)

* S. Bachmann ist Produktmanager Stellungsregler und T. Jung Business Developer Stellungsregler, beide Siemens AG Industry Sector, Division Industry Automation, Business Unit Sensors and Communication in Karlsruhe.

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