Modularisierung in der Pharma-Verpackung
Flexibel auf individuelle Anforderungen reagieren

Von Simon Müller, Director of Product Development bei Uhlmann Pac-Systeme 6 min Lesedauer

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In der Pharma-Verpackung erfordert der Trend zu kleineren Batches und häufigen Produktwechseln innovative Lösungen, die Flexibilität und Effizienz garantieren. Ein modulares Verpackungssystem von Uhlmann Pac-Systeme ermöglicht dank standardisierter Schnittstellen eine einfache Anpassung an spezifische Anforderungen und verbessert die Gesamtanlageneffektivität.

Das Modularisierungskonzept PTC 200 von Uhlmann Pac-Systeme ermöglicht durch standardisierte Schnittstellen eine flexible Anpassung der Verpackungsmaschinen an anwenderspezifische Anforderungen. (Bild:  Uhlmann Pac-Systeme)
Das Modularisierungskonzept PTC 200 von Uhlmann Pac-Systeme ermöglicht durch standardisierte Schnittstellen eine flexible Anpassung der Verpackungsmaschinen an anwenderspezifische Anforderungen.
(Bild: Uhlmann Pac-Systeme)

In der Welt der Pharma-Verpackung hat sich eine Maschinen-Philosophie lange sehr erfolgreich bewährt, die auf eine hohe Spezialisierung und Individualisierung der jeweiligen Lösung setzt. Einige Verpackungsmaschinen-Hersteller bieten Pharmaunternehmen Lösungen, die deren individuelle Anforderungen sehr passgenau abbilden können. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise für den Anwender liegt auf der Hand: Er verfügt über eine Anlage, die exakt zu seinen Anforderungen und zu den Besonderheiten seiner Prozesse passt. Ein hoher Individualisierungsgrad hat aber auch seine Herausforderungen. Das zeigt sich vor allem, wenn man den gesamten Lebenszyklus der Verpackungslinie sowie die Aufwände betrachtet, die im Betrieb entstehen. Anwender müssen für eine stark individualisierte Maschinenlösung mit deutlich längeren Liefer- und Aufbauzeiten rechnen als für Lösungen „von der Stange“. Das gilt selbst dann, wenn das Portfolio schon eine große Funktionstiefe und -differenzierung bietet. Das heißt konkret: Pharmaunternehmen müssen für ihre produktiven Prozesse längere Übergangszeiten von der Installation und Inbetriebnahme der neuen Anlage bis zu deren Prozesssicherheit im Alltagsbetrieb einkalkulieren – mit entsprechenden Auswirkungen auf die eigenen Ressourcen und Auslastung.

Ein hoher Individualisierungsgrad stellt außerdem besondere Anforderungen an den Service und die Ersatzteilbeschaffung: Das jeweilige Serviceteam muss die konkrete Linie vor Ort ziemlich genau kennen. Zeiteffiziente Verfahren wie Ferndiagnose und Trouble Shooting über eine remote zugeschaltete Service-Fachperson sind nur eingeschränkt möglich. Auch die Ersatzteilbeschaffung gestaltet sich oft zeitaufwändig. Hält das Unternehmen Ersatzteile sowie die entsprechenden Formate und Werkzeuge für das Umrüsten der Verpackungslinie entsprechend vor, wird viel Kapital gebunden. Auch der Komplexitätsgrad des Ersatzteil- und Format-Managements ist deutlich höher als für Standardlösungen.