Erfolgreiche Prototypen Inn Pressme: EU-Projekt fördert pflanzenbasierte Innovationen

Quelle: Fraunhofer ISC 2 min Lesedauer

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Das EU-geförderte Projekt Inn Pressme zielt darauf ab, ein europaweites Ökosystem für pflanzenbasierte, wiederverwertbare und biologisch abbaubare Lösungen zu schaffen. Nach drei Jahren und neun erfolgreichen Prototypen-Testfällen zeigen die Ergebnisse vielversprechende Fortschritte.

Papierbeschichtung auf der Rolle-zu-Rolle-Anlage.(Bild:  Fraunhofer ISC)
Papierbeschichtung auf der Rolle-zu-Rolle-Anlage.
(Bild: Fraunhofer ISC)

Vor drei Jahren startete das mit rund 14 Millionen Euro von der Europäischen Union geförderte Verbundprojekt Inn Pressme. Ziel der 27 Projektpartner aus neun europäischen Ländern ist es, ein europaweites Ökosystem für die Entwicklung und Herstellung von pflanzenbasierten wiederverwertbaren und/oder biologisch abbaubaren Verpackungs-, Energie- und Transportlösungen sowie Konsumgütern aufzubauen. Aktuell sind die geplanten neun Testfälle mit Prototypen abgeschlossen und die Ergebnisse lassen aufhorchen.

Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC hat die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, die aus pflanzenbasierten Rohstoffen gefertigten Produkte mit speziellen biobasierten funktionellen Beschichtungen für ihre jeweiligen Anforderungen im Gebrauch fit zu machen. Insgesamt war das Fraunhofer ISC in sechs Testfällen involviert. Dabei hat das Institut ein Bio-Ormocer-Material modifiziert, das für den Verpackungsbereich als Barriereschichten konzipiert wurden. So wurden neben bioabbaubaren Barriereschichten für papierbasierte Verpackungen auch kratzbeständige und optische Schichten für Automotive-Anwendungen mit dem speziellen Ormocer möglich. Darüber hinaus konnten antimikrobielle sowie leicht zu reinigende (easy-to-clean) Beschichtungen für Sportprodukte und Schuhsohlen entwickelt werden.

Was im Labor funktioniert, muss noch lange nicht im Produktionsmaßstab das gleiche Ergebnis erzielen. Das Hochskalieren der hergestellten Materialmengen erfolgt deshalb in festgelegten Schritten, um die nötigen Anpassungen an Materialformulierung und Herstellprozess durchzuführen. Im Fraunhofer ISC wurde dieses Hochskalieren bis in den Pilotmaßstab durchgeführt. Zusammen mit den Partnern wurde mit den erfolgreich bearbeiteten Testfällen bewiesen, dass der Aufbau eines europaweiten Pilotanlagen-Netzwerks in verschiedenen Institutionen gelungen ist und die Kooperation bei den verschiedenen Arbeitsschritten reibungslos funktioniert.

Dieses Pilotanlagen-Netzwerk wird zukünftig Unternehmen über einen sogenannten Single Entry Point (SEP) zur Verfügung stehen. Sie erhalten so effektive Unterstützung bei der Hochskalierung von eigenen biobasierten Lösungen mit einer hervorragend aus-gebauten Infrastruktur, ohne selbst schon in eigene Anlagen investieren zu müssen. Damit reduziert Inn Pressme deutlich die unternehmerischen Risiken bis zur Marktfähigkeit von neuen pflanzenbasierten Produkten. Das letzte Projektjahr wird nun dafür genutzt, den SEP aufzubauen und umfassende Lebenszyklus-Analysen sowie End-of-life Bewertungen hinsichtlich Bioabbaubarkeit und Recyclingfähigkeit durchzuführen.

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