Exklusivinterview mit Dechema-Geschäftsführer Andreas Förster und Fachbereichsleiter Energie und Klima Florian Ausfelder
„Im Wasserstoffmarkt wird momentan viel mit Hoffnung gearbeitet“

Von Anke Geipel-Kern 11 min Lesedauer

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Der Wasserstoffhochlauf beginnt gerade erst und mittendrin in den Projekten ist die Dechema. In kaum einer anderen Organisation sitzt so viel geballtes Know-how. PROCESS hat mit Dechema-Geschäftsführer Andreas Förster und dem Fachbereichsleiter Energie und Klima Florian Ausfelder über den aktuellen Stand der Diskussionen gesprochen.

Dechema-Geschäftsführer Dr. Andreas Förster (links) und Fachbereichsleiter Energie und Klima Dr. Florian Ausfelder(Bild:  Dechema)
Dechema-Geschäftsführer Dr. Andreas Förster (links) und Fachbereichsleiter Energie und Klima Dr. Florian Ausfelder
(Bild: Dechema)

„Wasserstoff ist der Champagner der Energiewende“ ist ein gern zitierter Ausspruch der Energie-Ökonomin Claudia Kemfert. Wie stehen Sie zu dieser Aussage, Herr Förster?

Andreas Förster: Champagner ist teuer und nicht jedem zugänglich. Wasserstoff, mit regenerativen Energiequellen hergestellt, ist im Vergleich zu konventionellem Wasserstoff ebenfalls teuer – insofern stimmt dieser Vergleich schon. Auf der anderen Seite ist Champagner ersetzbar, z.B. durch Sekt oder gar kein Getränk. Für die Energiewende aber, wenn wir sie wirklich durchdenken, ist grüner Wasserstoff kein Champagner den ich weglassen kann. Ohne grünen Wasserstoff können wir die Chemieindustrie nicht defossilisieren. Für mich hinkt der Vergleich daher etwas.