Pharmamaschinenbauer Groninger knackte 2022 erstmals die Viertelmilliarde Euro-Marke und profitiert vom Nachholeffekt der Pharmabranche nach der Corona-Epidemie. Neue Maschinenkonzepte kommen gut an.
Jens und Volker Groniger, Geschäftsführer der groninger Unternehmensgruppe blicken auf ein hervorragendes Jahr 2022.
(Source: Groninger)
Groninger blickt, einer Pressemeldung zufolge, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Der Hersteller von Füll- und Verschließmaschinen für die Pharma-, Consumer-Healthcare- und Kosmetik-Industrie hat eine Gesamtleistung von mehr als 250 Millionen Euro erwirtschaftet, was einem Zuwachs von über 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit überspringt das Familienunternehmen erstmals die Viertelmilliarde Euro-Marke.
Jens Groninger, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe bezeichete das als neuen Meilenstein in der 43-jährigen Firmengeschichte. Angesichts der Vorzeichen des vergangenen Jahres sei dieses herausragende Unternehmensergebnis keine Selbstverständlichkeit. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise in Europa und die anhaltend hohe Inflation – all das sei auch an Groninger nicht spurlos vorbeigegangen, so der Geschäftsführer.
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Groninger freut sich über eine gute Auftragslage
Die Auftragslage sei ungebrochen hoch – ebenso die Nachfrage nach den Produkten und Services, erklärt das Unternehmen. In Zahlen ausgedrückt, bedeute dies ein Auftragseingangsvolumen in Höhe von rund 280 Millionen Euro über alle Standorte hinweg. Am Stammsitz in Crailsheim, wo Groninger Füll- und Verschließanlagen für die pharmazeutische Industrie produziert, beträgt der Auftragseingang rund 217 Millionen Euro.
Im Werk in Schnelldorf, das Maschinen für die Verarbeitung von Consumer-Healthcare- und Kosmetikprodukten herstellt, beläuft sich der Auftragseingang auf über 43 Millionen Euro. In der US-amerikanischen Niederlassung in Charlotte, die in allen Bereichen Services anbietet, liegt der Auftragseingang bei knapp 20 Millionen Euro.
Die Brüder Jens und Volker Groninger betonen man habe die globale Präsenz weiter ausbauen und die Position als innovativer Lösungsanbieter nachhaltig stärken können. Innovative Anlagenformate, wie die im Jahr 2022 auf den Markt gebrachte „robocell“, hätten dazu beigetragen.
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Hier wurde der pharmazeutische Verarbeitungsprozess unter Berücksichtigung aller regulatorischen und behördlichen Anforderungen konsequent neu gedacht. Das Ergebnis: ein handschuhloses Maschinenkonzept, das Robotik-Lösungen intelligent einsetzt, um den Verarbeitungsprozess sicherer, effizienter und flexibler zu machen.
Nachholeffekt in der Pharmaindustrie
Im Bereich Pharma machte sich 2022 das Abflachen der Covid-19-Pandemie bemerkbar. „Die Jahre 2020 und 2021 waren von einer sehr hohen Nachfrage nach Anlagen zur Verarbeitung von Corona-Impfstoffen geprägt. 2022 haben unsere Kunden wieder verstärkt in Produktionsstätten investiert, die andere Pharmazeutika im Fokus haben, zuletzt aber aufgrund der Pandemie etwas in den Hintergrund geraten waren“, beschreibt Dirk Schuster, Vertriebsleiter Pharma, den jetzt stattfindenden Nachholeffekt in der Branche.
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Für Groninger habe hat sich das in einer erhöhten Nachfrage nach Anlagen zur Verarbeitung von Blockbustern wie Grippe-Impfstoffen, Medikamenten gegen Diabetes, Rheuma oder Alzheimer niedergeschlagen. Zudem habe die Verarbeitung von kleinen Losgrößen wieder enorm an Bedeutung gewonnen. Das liege am Trend nach patientenindividuellen Behandlungsmethoden, etwa in Form von Zytostatika, die bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt würden.
Der Druck innerhalb der Pharmabrache sei deshalb anhaltend hoch, fasst Jens Groninger zusammen. Der Schwerpunk habe sich nur etwas verlagert. Der Geschäftsführer erwartet auch in den kommenden Jahren eine hohe Dynamik, der man auch weiterhin gerecht werden müsse.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein Thema, das 2022 weiter an Relevanz gewonnen hat, ist Nachhaltigkeit. „Verantwortung für Mensch und Umwelt ist kein Nischenthema mehr, es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, erklärt Volker Groninger. Das Unternehmen spüre die Forderungen der Kunden über alle Geschäftsbereiche hinweg.
Anforderungen an die Verarbeitung von Kosmetika steigen
Besonders groß sei die Nachfrage in der Kosmetikindustrie, hier habe der Druck der Verbraucher auf die Branche im vergangenen Jahr zugenommen.
Nachhaltigkeit sei ein breites Thema, sagt Helmle: „Verbraucher möchten nicht nur ein Produkt, das beispielsweise verpackungsarm oder recyclebar ist, sondern auch eines, das möglichst naturbelassen ist – also auf bestimmte Inhalts- und Konservierungsstoffe verzichtet.“
Mit den gesteigerten Anforderungen an das Produkt steigen auch die Anforderungen an dessen Verarbeitung, die hohen hygienischen Standards entsprichen müsse. Darauf habe das Unternehmen schon vor vielen Jahren reagiert und entsprechende Linienformate aufgelegt. Das Know-how stamme aus der nicht-sterilen Pharmazie.
Stand: 08.12.2025
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Neues Lagerlogistik-Zentrum geht bald in Betrieb
Der Blick bei Groninger richtet sich nicht allein beim Maschinenportfolio weiter in die Zukunft. Zuletzt wurde in Crailsheim das neue Lagerlogistik-Zentrum samt anschließendem Bürokomplex sukzessive bezogen. „Aufgrund von Lieferengpässen bei einzelnen Bau-
Elementen hatte sich die die Fertigstellung, die eigentlich für den Spätsommer geplant gewesen war, verzögert, und damit auch die Inbetriebnahme des Gebäudes“, berichtet Jens Groninger..Jetzt gelte es, das Gebäude abschließend in Betrieb zu nehmen und die neuen, voll automatisierten Prozesse weiter zu verinnerlichen.
Der Bau des neuen Gebäudekomplexes ist die bisher größte Einzelinvestition des Maschinenbauunternehmens: Mehr als 20 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen.
„Der Neubau war unerlässlich, um unseren hohen Auftragsbestand weiterhin bearbeiten zu können und uns so aufzustellen, dass wir die Zukunft von groninger flexibel, innovativ und sicher gestalten können“, sagt Jens Groninger: „So, wie wir das bereits seit 43 Jahren tun.“