Synthetische Kraftstoffe Grüne E-Fuels: Forschungsprojekt entwickelt effiziente Herstellungsverfahren

Quelle: Dechema

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Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „Namosyn – Nachhaltige Mobilität durch synthetische Kraftstoffe“ hat effiziente Verfahren zur Herstellung bestimmter E-Fuels entwickelt und diese Kraftstoffe im Motor getestet.

Trotz der höheren Effizienz einer direkten Elektrifizierung von Fahrzeugen gibt es Anwendungen und Nutzerprofile, bei denen flüssige Energieträger deutliche Vorteile aufweisen. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Trotz der höheren Effizienz einer direkten Elektrifizierung von Fahrzeugen gibt es Anwendungen und Nutzerprofile, bei denen flüssige Energieträger deutliche Vorteile aufweisen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Im Rahmen des Forschungsprojekts Namosyn haben 39 Partner aus Forschung und Industrie zusammen an Syntheserouten, Verbrennungseigenschaften und Materialkompatibilität grüner E-Fuels geforscht. Zudem wurden in einer Systemanalyse das CO2-Einsparpotenzial und die Kostenstruktur untersucht und bewertet.

Eine wichtige gemeinsame Eigenschaft, der untersuchten Kraftstoffe ist, dass sie auf Basis von grünem Methanol hergestellt werden. Sie nutzen somit eine global gehandelte Basischemikalie, für die bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur existiert. Das bei ihrer Verbrennung emittierte CO2 wurde zuvor aus der Luft oder aus Punktquellen entnommen, so dass der Kohlenstoffzyklus trotz des lokal emittierten Kohlendioxids geschlossen ist.

Die erforschten Kraftstoffe verbrennen zudem äußerst sauber, also mit deutlich verminderter lokaler Emission. Im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen enthalten die Abgase nahezu keine Rußpartikel. Der Grund hierfür liegt in der besonderen Zusammensetzung der Kraftstoffmoleküle. Ihre Anwendung ist deshalb besonders in Bereichen interessant, die für eine direkte Elektrifizierung weniger geeignet sind, und bei denen die Reduktion von Schadstoffemissionen zur Verbesserung der Luftqualität eine hohe Priorität hat. Beispiele dafür sind Baumaschinen, in deren unmittelbarer Nähe Personen arbeiten, Landwirtschaftsmaschinen oder Nutzfahrzeugflotten in urbanen Ballungszentren.

Trotz der höheren Effizienz einer direkten Elektrifizierung von Fahrzeugen gibt es Anwendungen und Nutzerprofile, bei denen flüssige Energieträger deutliche Vorteile aufweisen. Vor allem in der Schiff- und Luftfahrt sowie beim Gütertransport auf der Straße, also mit zunehmender Masse des Verkehrsträgers und auf Langstrecken, ist dies der Fall. Hinzu kommt, dass – unabhängig von Effizienzargumenten – aller Voraussicht nach auch in Zukunft ein erheblicher Anteil der Energie nach Deutschland bzw. Europa importiert werden muss. Hier spielen „grüne Moleküle“, wie Wasserstoff, Methanol oder synthetische Kraftstoffe (E-Fuels), ihren größten Vorteil aus: In der chemisch gespeicherten Form kann die Energie sehr gut über lange Strecken transportiert, verlustfrei über Wochen, Monate, Jahre gespeichert werden und steht genau dann zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird – unabhängig von Sonne und Wind.

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