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Gravimetrische Kohledosierung

Gravimetrische Kohledosierung optimiert den Kesselbetrieb von Kohlekraftwerken

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Welche Vorteile das System besitzt

1. Reduzierter Brennstoffverbrauch: Durch die genaue und reproduzierbare Brennstoffdosierung kann auch bei Lastwechsel der Sauerstoffüberschuss im Kessel optimiert und der Brennstoffeinsatz reduziert werden.

2. Reduktion von Korrosion im Kessel: Durch die gleichmäßige Brennstoffzufuhr zu den Brennern wird das Risiko der Bildung von Reduktionszonen im Kessel (Reduktion durch Sauerstoffmangel) und damit Korrosion an den Kesselwänden reduziert.

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3. Reduzierte Schlackebildung im Kessel: Ein weiterer Vorteil der genauen Brennstoffdosierung zu den Brennern ist ein gleichmäßigeres Temperaturprofil im Kessel, was die Schlackebildung erheblich reduziert.

4. Reduzierte Betriebs- und Wartungskosten: Im Vergleich zu konventionellen volumetrischen Kohlezuteilern, wie z.B. den schweren und wartungsintensiven Plattenbändern oder Kratzkettenförderern, verursachen gravimetrische Kohlezuteiler, die nach dem Dosierbandwaagenprinzip arbeiten, erheblich geringere Betriebs- und Wartungskosten.

Da die Kohle auf einem Förderband gefördert wird, herrscht keine Relativbewegung zwischen Kohle und Fördereinrichtung/Kohlezuteiler. Dies führt im Vergleich zu einem Kratzkettenförderer zu einem geringeren Energieverbrauch und zu einem erheblich geringeren Verschleiß.

Gravimetrische Kohlezuteiler sorgen für Wirtschaftlichkeit

Schwankende Schüttguteigenschaften, wie man sie insbesondere bei verschiedenen Importkohlen vorfindet, führen bei konven- tionellen volumetrischen Kohlezuteilern zu einer ungenauen, schwankenden Brenn- stoffzufuhr. Das macht sich dann mit einem verminderten Kesselwirkungsgrad und da- raus folgend höheren Emissionswerten bemerkbar. Gravimetrische Kohlezuteiler messen im Gegensatz dazu die aktuelle Beladung des Zuteilers und regeln die Fördermenge entsprechend dem aktuellen Brennstoffsollwert.

Eventuelle Schwankungen in der Schüttdichte werden automatisch ausgeregelt, sodass die Kohle mit einer Genauigkeit von ± 0,5 Prozent des Sollwerts in den Verbrennungsprozess dosiert wird. Gravimetrische Kohlezuteiler schaffen damit die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Kesselbetrieb bei minimiertem Kohleverbrauch und reduzierten Emissionen.

* Der Autor ist Director of Business Segment Power Industry bei Schenck Process IBS Power, Darmstadt

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