Energieversorgung im Chemiepark Gas in Leverkusen, Kohle in Krefeld-Uerdingen

Redakteur: Marion Henig

Während auf dem Gelände des Chempark Leverkusen ein Gas- und Dampfkraftwerk mit einer Leistung von 430 Megawatt entstehen soll, setzt Currenta am Standort Krefeld-Uerdingen weiter auf das geplante Kohlekraftwerk.

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Entwurf für das Trianel Kraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen (Bild: Currenta)
Entwurf für das Trianel Kraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen (Bild: Currenta)

Krefeld-Uerdingen/Leverkusen – Im Chempark Leverkusen soll ein neues Gas- und Dampfkraftwerk mit einer Leistung von etwa 430 Megawatt die bestehenden Gaskessel in den Kraftwerken ergänzen und die Energiebereitstellung im Mittellastbetrieb zu verbrauchsintensiven Zeiten - also in der Regel werktags - gewährleisten.

Currenta plant im Chempark Krefeld-Uerdingen hingegen den Bau eines Steinkohlekraftwerks mit einer Nettoleistung von 750 Megawatt. Es soll zwei alte Kohlkessel im Kraftwerk N230 im Nordblock des Chempark ablösen. Die mittlerweile über 40 Jahre alten Anlagen sollen bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aufgrund ihres Alters ersetzt werden. Die Genehmigung für den Bau wird im ersten Quartal 2011 erwartet.

Warum in Leverkusen Gas, in Krefeld-Uerdingen Kohle?

"Zur Absicherung des Grundlastbetriebs bietet Kohle in unserem Energiemix eine höhere Versorgungssicherheit.", begründet Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely die Pläne im Interview mit der aktuellen Mitarbeiterzeitung Bayer direkt. Die Gas-Anlage in Leverkusen sei für ihre Aufgabe, dem Mittellastbetrieb, sinnvoll, da sie die Effizienz der Stromerzeugung erhöhe und auf Basis der Kraft-Wäre-Kopplung Kohlendioxid einspare. Für ein Kraftwerk im Grundlastbetrieb sei Kohle jedoch günstiger und sicherer: "Wenn ein Gashahn abgedreht wird, ist die Gasversorgung unterbrochen. Die Versorgung mit Kohle ist wesentlich zuverlässiger", so Dresely. An den Niederrhein-Standorten setze Currenta auf einen Brennstoffmix. Der Gesamtanteil verteilt sich laut Dresely auf 20 Prozent Kohle und 80 Prozent Gas.

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