Neue Wege für Recyclingquoten Nachhaltige flammschutzmittelhaltige Kunststoffe für geschlossene Kreislaufanwendungen

Quelle: Fraunhofer LBF 2 min Lesedauer

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Mit Blick auf die steigenden Anforderungen an Recyclingquoten und Materialkreisläufe entwickelt das Fraunhofer LBF im Projekt „hffr-Up2Cycle“ neue Konzepte zur funktionalen Aufwertung von Post-Consumer-Rezyklaten durch halogenfreie Flammschutzsysteme. Für die praxisnahe Umsetzung sucht das Institut industrielle Partner aus der Kunststoffbranche.

Das Projekt „hffr-Up2Cycle“ soll die Entflammbarkeit und mechanischen Eigenschaften von recycelten Materialien wie Polyolefinen, PET und PA optimieren, um diese für hochwertige Anwendungen nutzbar zu machen.(Bild:  Ursula Raapke/ Fraunhofer LBF)
Das Projekt „hffr-Up2Cycle“ soll die Entflammbarkeit und mechanischen Eigenschaften von recycelten Materialien wie Polyolefinen, PET und PA optimieren, um diese für hochwertige Anwendungen nutzbar zu machen.
(Bild: Ursula Raapke/ Fraunhofer LBF)

Die Entwicklung von hochwertigen, halogenfreien Flammschutzmitteln (hffr) für recycelte Kunststoffe zur Erfüllung steigender Recyclingquoten stellt eine große Herausforderung dar. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF sucht Partner für das Projekt „hffr-Up2Cycle“. Das Hauptziel ist, PCR-Materialien mit halogenfreien Flammschutzmitteln (hffr) aufzuwerten und diese Materialien durch die Simulation von Kreislaufprozessen für flammschutzmittelhaltige Kunststoffe in den Bereichen Elektronik-, Automobil-, Bau- und Kabelanwendungen zu untersuchen. Angesprochen sind OEMs, Hersteller von Kunststoffkomponenten, Rohstofflieferanten oder Compound-Entwickler.

Angesichts der in vielen Branchen vorgesehenen Recyclingquoten und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach recycelten Kunststoffen konzentriert sich „hffr-Up2Cycle“ darauf, diese für den Einsatz in hochwertigen hffr-Anwendungen aufzuwerten. Durch die maßgeschneiderte Re-Stabilisierung der verwendeten recycelten Kunststoffe soll gezeigt werden, wie mit der gezielten Aufwertung von Rezyklaten Rezyklatquoten sowie Kreislaufanwendungen für flammschutzmittelhaltige Kunststoffe erreicht werden können. Das Projekt untersucht die Entflammbarkeit von aufbereiteten und recycelten PCR-Materialien wie Polyolefinen (PP, PE), PET, PC/ABS, PA und flexiblem PU-Schaum.

Ziel ist es, die Formulierungen zu optimieren, um die besten Flammschutzbewertungen sowie mechanischen und langfristigen Eigenschaften zu erreichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Strategien zu identifizieren, um verfügbare Rezyklate, kommend von niederwertigen Wertstoffströmen, in ausgewählte höherwertige, flammgeschützte Anwendungen zu verbessern. Die Auswahl und Charakterisierung kommerziell verfügbarer PCR-Materialien sowie die analytische Bewertung von Flammschutzmitteln in PCR-Polymeren, einschließlich der Prüfung von Kreislaufprozessen, treiben das Projekt voran.

Verbesserung der Flammschutzbewertungen und mechanischen Eigenschaften

Die Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler suchen Partner, mit denen wissenschaftliche Erkenntnisse bedarfsorientiert umgesetzt werden und so die Lücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Entwicklung geschlossen werden kann. Gemeinsam entstehen maßgeschneiderte Lösungen für die aktuellen Herausforderungen in der Kunststoffindustrie.

OEMs und Hersteller von Kunststoffkomponenten, insbesondere aus den Bereichen Automobil, Elektro- und Elektronikindustrie sowie Bauwesen, Rohstofflieferanten, Compound-Entwickler und Hersteller von Kunststoffrezyklaten, können von den Ergebnissen profitieren. Auch Verantwortliche für die regulatorische Compliance (PRRC) sowie Branchenverbände entlang der Wertschöpfungskette sind angesprochen.

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