Geschlossene Kühlsysteme Flüssiger Stickstoff als Kältemittel

Redakteur: Azubi 653

Das von Cryotherm entwickelte Close-Loop-System bietet durch eine konstante Vorlauftemperatur hohe Kühlleistungsreserven.

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Sie bestehen aus einem geschlossenen Leitungssystem mit unter Druck stehendem flüssigen Stickstoff, der in einem Bad mit Flüssigstickstoff unter Normaldruck abgekühlt wird. Die unterkühlte Flüssigkeit wird in Einphasenströmung zum Verbraucher und zurück gepumpt. Die kompakten und transportablen Kreislaufsysteme sind laut Hersteller besonders im vollautomatischen Dauerbetrieb eine effiziente Kühlmethode.

Das Kühlen mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Geringe Investitions- und niedrige Betriebskosten sind neben der einfachen und wartungsarmen Anwendung nur einige Gründe. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sicherheits- und umwelttechnisch bringt diese Kühlmethode weitere Vorteile. Flüssiger Stickstoff ist unbrennbar, ungiftig und es entstehen keinerlei Abfallprodukte.

Das Kühlen mit flüssigem Stickstoff kommt bei den unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz – beispielsweise im medizinischen Bereich bei der Langzeitlagerung biologischer Proben, in der Lebensmitteltechnik zum Frosten und Kühlen oder im Automobilbau beim Schrumpfen von Ventilsitzringen. Hier wird entweder flüssiger Stickstoff (Siedepunkt bei Umgebungsdruck 196 °C) oder verdampfender Stickstoff verwendet.

Für spezielle Anwendungen wie z.B. das Kühlen von empfindlichen Bauteilen wie Monochromatoren in Synchroton-Strahlengängen oder geometrisch ungünstig geformten oder sehr langen Bauteilen wie HTSL-Kabeln kommen geschlossene Kühlsysteme zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, dass der flüssige Stickstoff am Verbrauchsort nicht siedet.

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