Absperrklappen Explosionstechnische Entkopplung mit Absperrklappen
Der Materialaus- und -eintrag bei druckbeaufschlagten Systemen in den Staubexplosionsklassen St 1 bis 3 kann mit Zellradschleusen oftmals nicht zufriedenstellend gelöst werden. Der Beitrag stellt Doppelklappensysteme als alternatives Schutzsystem vor.
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Abrassive Pulver und aggressive Gase – Fördersysteme in Prozessanlagen haben oft einen harten Job. Entsteht dann noch eine explosionsfähige Atmosphäre, stoßen Komponenten wie Zellradschleusen schnell an ihre Grenzen. Mit den Doppelklappensystemen (Taktschleusen) von Warex Valve steht dem Anwender nun eine deutlich verschleißfestere Alternative mit dauerhafterer Abdichtung für die explosionstechnische Entkopplung zur Verfügung – vor allem im Niederdruck- und Vakuumbereich. Die Taktschleusen sind gemäß 94/9/EG geprüft und zertifiziert.
Der Aufbau – zwei druckstoßfeste und flammendurchschlagsichere Absperrklappen verbunden durch einen Zwischenbehälter plus EG-baumustergeprüfte Ansteuerung – ist schnell erklärt. Doch wie sooft steckt der Teufel im Detail: Da die Flammendurchschlagsicherheit nur bei geschlossener Klappenscheibe und intaktem Dichtsitz gegeben ist, muss die Steuerung sicher stellen, dass immer eine Klappe geschlossen ist.
Um hier die notwendige Funktionssicherheit zu gewährleisten, hat Warex eine spezielle pneumatische Verriegelung entwickelt. In Kombination mit einer präzise zu justierenden Endschaltereinheit – die Schalthysterese ist kleiner als ein bis zwei Grad – garantiert die Verriegelung, dass der geschlossene Zustand der jeweiligen Absperrklappe sicher erkannt wird. Sie arbeitet unabhängig von den elektrischen Signalen der SPS, sodass hier eine sicherheitstechnische Betrachtung der elektrischen Steuerung nicht erforderlich ist. Alternativ wäre sicherlich auch eine sicherheitsgerichtete Steuerung einsetzbar – hier wäre der Aufwand zur Realisierung einer vergleichbaren Funktionssicherheit aber ungleich höher.
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