Ausgliederung von Industrie-Services Evonik bündelt Infrastruktur-Dienstleistungen in neuem Unternehmen

Quelle: Evonik 3 min Lesedauer

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Der Spezialchemiekonzern Evonik stellt seine Infrastruktur-Aktivitäten neu auf: Die Dienstleistungen der Chemieparks Marl und Wesseling werden in einer eigenständigen Gesellschaft gebündelt, die sich gleich an der Spitze der Industriedienstleister einreihen will.

Von links: Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik; Andreas Orwat, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung; Thomas Basten, Sprecher der Geschäftsführung Syneqt; Daniel Brünink, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung.(Bild:  Evonik)
Von links: Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik; Andreas Orwat, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung; Thomas Basten, Sprecher der Geschäftsführung Syneqt; Daniel Brünink, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung.
(Bild: Evonik)

In Nordrhein-Westfalen entsteht ein neuer Dienstleistungs-Champion für die Chemiebranche und andere Industrien. Evonik bündelt seine bislang auf die Chemieparks Marl und Wesseling konzentrierten Infrastruktur-Aktivitäten in einer gemeinsamen Einheit. Die neue Gesellschaft heißt Syneqt und soll am 1. Januar 2026 die Arbeit aufnehmen. Mit rund 3.500 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro stellt Syneqt dann einen der größten Anbieter in NRW für Services in der Prozess-Industrie dar und rangiert auch bundesweit in der Spitzengruppe.

„Bisher haben wir bei Evonik alles weitgehend unter einem Dach vereint“, sagt Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik, in dessen Verantwortung die Infrastruktur-Einheiten von Evonik liegen. „In einer Welt, in der immer mehr Spezialwissen notwendig ist, um sich im jeweiligen Bereich an der Spitze zu behaupten, braucht es eine andere Aufstellung. Daher bringen wir unsere hochqualifizierten und erfahrenen Service-Spezialisten aus Marl und Wesseling in der Syneqt zusammen. Es entsteht ein schlagkräftiges Unternehmen mit mittelständischen Strukturen und kurzen Entscheidungswegen.“

In Syneqt gehen die zwei stärksten Infrastruktur-Einheiten von Evonik an Rhein und Ruhr auf. Das Unternehmen verfügt dadurch über eine breite Palette an Dienstleistungen rund um Chemieanlagen und weiteren Prozess-Industrien. Zu den Aktivitäten gehören zum Beispiel die Versorgung mit Energie, Pipelinebau und -betrieb, das sichere Gebäude- und Anlagenmanagement, technische Dienstleistungen, Entsorgung, Hafenbetrieb, Werkslogistik und Feuerwehr, aber auch Werkssicherheit und Kantinenbetrieb.

Syneqt wird im Januar als 100-%iges Tochterunternehmen von Evonik starten. Perspektivisch sei der Einstieg von Investoren in verschiedenen Größenordnungen möglich, um weitere Wachstumsmittel für das Geschäft zu erschließen, teilte der Konzern mit. Optionen dieser Art würden jedoch noch geprüft. „Wir sehen uns sorgfältig an, welcher Weg für Syneqt und den Konzern die besten Perspektiven bietet“, betont Thomas Wessel. „Dafür nehmen wir uns die Zeit, die nötig ist.“ Im Rahmen der Mitarbeiterübergänge zu Syneqt sollen sich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten grundsätzlich nicht ändern. Hierzu hat das Unternehmen entsprechende Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern geschlossen. Allerdings seien auch die Beschäftigten der Syneqt nicht von den bei Evonik langfristig laufenden Effizienzmaßnahmen ausgenommen, teilt Evonik mit. Ziel sei es, auch die Syneqt als effiziente, zukunftsfähige Gesellschaft mit schlagkräftigen Strukturen aufzustellen.

Evonik ist bislang Betreiber und zugleich Nutzer der Chemieparks in Marl und Wesseling. Künftig will sich der Konzern stärker auf sein Kerngeschäft, die Chemieproduktion, konzentrieren. Daher hat er vor rund zwei Jahren angekündigt, die Service-Einheiten bis Ende 2025 eigenständig aufzustellen und nach dem bestmöglichen Betreibermodell zu suchen. Die nun in der Syneqt gebündelten Bereiche bedienen heute schon neben Evonik rund zwei Dutzend Unternehmen mit Services.

Wachstumschancen innerhalb der bestehenden Chemieparks erhofft sich der Chemiekonzern schon aus deren Lage in Ruhrgebiet und Rheinland, zwei angestammten, starken Regionen der chemischen Industrie in Deutschland. Hinzu kommt neben dem übergreifenden hohen Service-Niveau die gute Infrastruktur. Marl und Wesseling betreiben bereits heute ein industrielles Wasserstoff-Netzwerk und sind an wichtige Rohstoff- und Energiepipelines angebunden. „In der Chemieregion im Kölner Süden gibt es viele Möglichkeiten, wie die Syneqt GmbH ihre Kunden auf dem Weg in eine klimaneutrale und wirtschaftliche Zukunft unterstützen kann“, sagt Arndt Selbach, der bei Syneqt den Chemiepark Wesseling leitet.

Die Geschäftsführung von Syneqt bilden Andreas Orwat, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung, Thomas Basten, Sprecher der Geschäftsführung Syneqt und Daniel Brünink, Mitglied der Syneqt-Geschäftsführung.

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