EU-Projekt Apriora Universität Rostock erforscht Wasserbelastung durch Arzneien

Quelle: EU 4 Regions 1 min Lesedauer

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Im Rahmen des EU-geförderten Projekts Apriora werden Rückstände von Arzneimitteln untersucht. Bei Wind und Wetter entnehmen Wissenschaftler der Universität Rostock Wasserproben. Ziel ist es, durch innovative Ansätze die Abwasserbehandlung in Europa zu verbessern.

Alena Seidenfaden von der Universität Rostock bearbeitet eine Wasserprobe im Labor zur weiteren Untersuchung.(Bild:  EU 4 Regions)
Alena Seidenfaden von der Universität Rostock bearbeitet eine Wasserprobe im Labor zur weiteren Untersuchung.
(Bild: EU 4 Regions)

Im Rahmen des von der EU-geförderten Projekts Apriora untersuchen Wissenschaftler der Universität Rostock den Fluss Warnow auf Rückstände von Arzneien. Allein in Deutschland werden 35.000 Tonnen Arzneimittel jährlich eingenommen. Viele Rückstände gelangen über Ausscheidungen zurück ins Abwasser und nicht alle Kläranlagen sind technisch gerüstet, auch diese Rückstände zu filtern. So gelangen Arzneiwirkstoffe ins Trinkwasser.

Und hier setzt das Projekt Apriora an. Durch die Kombination von Messungen und Modellierung kann die Verteilung der Wirkstoffe im Gewässer analysiert werden. Eine detaillierte Risikobewertung bezieht dabei die Auswirkungen auf die aquatische Umwelt, menschliche Nutzung und Antibiotikaresistenz mit ein. Dies ermöglicht es, den individuellen Beitrag jeder Kläranlage zur Belastung der Gewässer abzuschätzen.

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Die Implementierung des Apriora-Tools in der Ostseeregion verspricht Umwelt- und Gesundheitsvorteile, indem Behörden in die Lage versetzt werden, gezielte Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen. Eine effektive Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Partnern und Behörden soll durch regelmäßigen Austausch und Schulungen gewährleistet werden.

Das langfristige Ziel von Apriora ist es, zur zielgenauen Verbesserung der Abwasserbehandlung in Europa beizutragen und möglicherweise den Ansatz auch auf andere Stoffe zu übertragen. Durch interregionale Zusammenarbeit sollen nicht nur direkt anwendbare Lösungen entstehen, sondern auch das Zusammenwachsen von Europa auf wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene gefördert werden.

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