Styrol-Markt EU Kommission gibt grünes Licht für Styrol-JV von BASF und Ineos

Redakteur: Marion Henig

BASF und Ineos dürfen ihr Styrol-Geschäft zusammenführen: Die EU Kommission hat ihre Zustimmung zur Gründung des Joint Ventures gegeben, allerdings unter Auflagen. Wie die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen genau geregelt sein wird, haben BASF und Ineos kürzlich in einem Vertrag festgelegt.

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Styrolanlage der BASF am Standort Ludwigshafen. BASF und INEOS wollen ihre weltweiten Styrol-Geschäftsaktivitäten zu weiten Teilen in dem Joint Venture Styrolution zusammenführen. (Bild: BASF)
Styrolanlage der BASF am Standort Ludwigshafen. BASF und INEOS wollen ihre weltweiten Styrol-Geschäftsaktivitäten zu weiten Teilen in dem Joint Venture Styrolution zusammenführen. (Bild: BASF)

Ludwigshafen – BASF und INEOS wollen ihre weltweiten Geschäftsaktivitäten in den Arbeitsgebieten Styrol-Monomere, Polystyrol, Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS), Styrolbutadiencopolymere und weitere Styrol-basierte Copolymere sowie Copolymerblends in dem Joint Venture Styrolution zusammenführen. Die jeweiligen Geschäfte mit Polystyrol-Schäumen sind nicht Teil der Transaktion und verbleiben, wie strategisch bei BASF schon seit langem verankert, innerhalb der beiden Unternehmen.

Sitz des gemeinsamen Unternehmens wird Frankfurt am Main, Deutschland, sein. Die Anteile am Joint Venture werden jeweils zu 50 Prozent von BASF und Ineos gehalten. BASF wird nach Abschluss der Transaktion eine Ausgleichszahlung erhalten. Das sind die Eckpfeiler des am 27. Mai unterzeicheten Vertrages zwischen BASF und Ineos.

Bereits 2007 hatte BASF den Rückzug aus dem hart umkämpften Styrol-Geschäft angekündigt. Mit der Zusammenführung der BASF- und Ineos-Aktivitäten, soll ein weltweit führendes Unternehmen der Styrolkunststoff-Industrie entstehen, mit Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika. Der Pro-Forma-Umsatz der kombinierten Geschäfte lag 2010 bei rund 6,4 Milliarden Euro.

Zustimmung unter Auflagen

Die EU-Kommission hat der Gründung des Joint Venture Styrolution unter der Auflage zugestimmt, dass die Partner einen ABS-Produktionsstandort in Tarragona, Spanien, verkaufen. Dieser Produktionsstandort entspricht laut BASF weniger als drei Prozent des Pro-Forma-EBITDA von Styrolution bezogen auf das Jahr 2010. U.S.-Wettbewerbsbehörde (Federal Trade Commission) hat das Joint Venture bereits ohne Auflagen genehmigt. Die Zustimmung weiterer Wettbewerbsbehörden steht noch aus. Das Closing wird im Laufe des Jahres 2011 erwartet. BASF und Ineos werden bis zum Abschluss der Transaktion weiterhin als eigenständige Unternehmen am Markt auftreten.

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