Gentechnik Ertragssteigerung durch Gentechnik

Redakteur: Olaf Spörkel

BASF Plant Science und VIB intensivieren ihre Zusammenarbeit. Mithilfe der Gentechnik sollen ertragssteigernde Gene für Mais und Reis identifiziert werden.

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Limburgerhof, Gent/Belgien – BASF Plant Science und VIB, das Flämische Institut für Biotechnologie, haben einen weiteren Kooperationsvertrag unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung sollen genetische Mechanismen entdeckt werden, die Erträge von Pflanzen steigern und ihre Toleranz gegenüber widrigen Umweltbedingungen wie Kälte und Trockenheit verbessern. Bereits im Frühjahr hatten BASF Plant Science und die VIB-Abteilung für Pflanzen-Systembiologie an der Universität Gent eine Lizenzvereinbarung über ertragssteigernde Gene unterzeichnet und ein bestehendes Kooperationsprojekt verlängert.

Mitfinanziert wird das jetzt unterzeichnete Projekt von IWT, dem Institut zur Förderung von Innovationen durch Wissenschaft und Technik in Flandern. „Trockenheit, zum Beispiel, wird zunehmend zum Problem für Landwirte, auch in Europa. Es ist daher dringend notwendig, dass die EU ihren Markt für gentechnisch optimierte Pflanzen öffnet“, sagte Hans Kast, Geschäftsführer der BASF Plant Science

Das neue Kooperationsprojekt nutzt das Know-how von 60 Forschern des VIB und der Universität Gent. Sie analysieren funktional und rechnerisch die genetischen Netzwerke, die bei Pflanzen für Ertragssteigerungen und Stresstoleranz verantwortlich sind. Forscher bei CropDesign, einem Tochterunternehmen von BASF Plant Science, nutzen dann ein Screening-Verfahren, um die Auswirkungen einer genetischen Veränderung auf Pflanzenwachstum und Ertrag zu bestimmen. Da die Kombination der beiden Ansätze eine umfassende und detaillierte Analyse ermöglicht, werden nach Ansicht der Unternehmen Gene, die den Prozess durchlaufen haben, mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Ertrag von Nutzpflanzen auf dem Feld steigern. Die Dauer des Kooperationsprojekts wurde zunächst auf drei Jahre festgelegt.

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